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Bertelsmann hat prall gefüllte Geldbörse

20.03.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Aus der Veräußerung ihrer AOL-Anteile (0,7 Prozent) wird die Bertelsmann AG rund 18 Milliarden Mark erzielen. Da diese Verkaufsoption in Stufen erfolgen und erst 2002 abgeschlossen sein soll, rechnet der Gütersloher Medienkonzern damit, diese zusätzlich zu beleihen. "Weil wir darauf dann noch Fremdkapital setzen können, haben wir die Möglichkeit, für rund 75 Milliarden Mark einkaufen zu gehen," erklärte Thomas Middelhoff, Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann, gegenüber der "Welt am Sonntag". Die Einnahmen sind vor allem für das Buch- und Musikgeschäft der Gütersloher vorgesehen. Allerdings kostet die strategische Partnerschaft mit dem US-Online-Dienst den deutschen Konzern erst einmal Geld. Zunächst sollen 70 Millionen Dollar in die Vermarktung von AOL gesteckt werden, so Middelhoff weiter.