Berkeley Labs: Handy für zehn US-Dollar geplant

17.04.2007
Das kalifornische Institut Berkeley Labs hat in einem Bericht mitgeteilt, dass es in Kooperation mit taiwanischen Herstellern derzeit an einem Handy forscht, das in der Produktion weniger als zehn US-Dollar kosten soll. Verläuft die Entwicklung erfolgreich, wird mit einer Marktreife in den kommenden zwei Jahren gerechnet.

Das Wachstum in der Mobilfunk-Branche erlebt seit mehr als einem Jahrzehnt einen Aufschwung, mit dem Mitte der 90er Jahre wohl kaum jemand gerechnet hätte. Vor allem in den Industrie-Nationen werden mittlerweile Marktsättigungen von mehr als 100 Prozent erreicht. Doch während hierzulande jeder Deutsche - rein rechnerisch - mindestens ein Mobiltelefon besitzt, liegt die Penetration in den meisten afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern zum Teil deutlich tiefer.

Vorrangig dafür verantwortlich ist die Industrie selbst: seit einigen Jahren verspricht sie das psychologisch und marktwirtschaftlich wichtige Handy für 20 US-Dollar; und seit Jahren lassen die Hersteller mit solchen Geräten auf sich warten.

Aus diesem Grund sollte auch der Bericht des Lawrence Berkeley Labs mit kritischem Blick betrachtet werden. Die Ingenieure des kalifornischen Instituts arbeiten nach eigenen Angaben an einem Prototypen, dessen Herstellungskosten sich auf zehn US-Dollar belaufen sollen. Für diesen Zweck arbeiten sie mit verschiedenen taiwanischen Herstellern, darunter Foxcoon, Quanta Computer und Compal Communications, zusammen. Sollte die Kooperation erfolgreich sein, rechnen die Ingenieure mit einer Fertigstellung in den kommenden zwei Jahren. Über Details zu diesem Vorhaben machten die Beteiligten keine näheren Angaben.

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