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Bericht: UMTS in Deutschland dümpelt

07.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Geringe Netzauslastung und wenige Wechselkunden: Der Massenstart der dritten Mobilfunkgeneration UMTS ist in Deutschland nach Recherchen des Magazins "Capital" schleppend verlaufen. Die Mobilfunkanbieter T-Mobile, E-Plus und O2 hätten bis Ende April 2005 lediglich 151.000 UMTS-Handys verkauft, berichtete das Magazin am Donnerstag vorab unter Berufung auf Zahlen von Marktforschern. Vodafone habe in Deutschland zwar rund 300.000 UMTS-Handys abgesetzt. Damit sei aber nur etwas mehr als jeder Hundertste der 27 Millionen Vodafone D2-Kunden zur neuen Technik gewechselt.

"Das Geschäft läuft sehr gut. Wir sind sehr zufrieden", sagte dagegen ein Sprecher von Vodafone D2. UMTS sei bestimmt kein Misserfolg. Bereits bis Ende März 2005 habe der Kundenbestand des Düsseldorfer Unternehmens rund 360.000 Verträge mit UMTS-Handys und UMTS-Karten für Laptops umfasst. Neuere Zahlen seien zwar noch nicht veröffentlicht worden, das Wachstum halte aber an. Vodafone D2 gehe davon aus, dass vor allem im diesjährigen Weihnachtsgeschäft mehr Vertragskunden zu der dritten Mobilfunkgeneration wechseln werden. Vodafone hatte im November 2004 den UMTS-Massenstart eingeläutet.

Laut "Capital" sieht es beim Absatz von UMTS-Datenkarten für Laptops erfreulicher aus als bei UMTS-Handys. T-Mobile und Vodafone, die beiden Marktführer, hätten gemeinsam nach Schätzung des Magazins rund 350.000 Karten für das mobile Surfen per tragbarem Computer verkauft - Tendenz deutlich steigend. Die UMTS-Netze seien nach Insiderangaben bislang maximal zu etwa zehn Prozent ausgelastet. (dpa/tc)