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Bericht: SBS könnte mit Fujitsu Siemens verschmolzen werden

09.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der angeschlagene IT-Dienstleistungs-Bereich von Siemens könnte laut einem Bericht der "Wirtschaftswoche" mit dem Hardware-Anbieter Fujitsu Siemens Computers (FSC) zusammengelegt werden. Nur die für die Siemens AG arbeitenden Felder der Siemens Business Services (SBS) sollten in den Mutterkonzern rückintegriert werden, berichtet das Magazin in seiner neuesten Ausgabe. Das Outsourcing- und Software-Geschäft von SBS könnte zusammen mit dem Hardware-Business von FSC eine schlagkräftigere Einheit bilden, hieß es unter Berufung auf SBS-Arbeitnehmerkreise.

Bei SBS war am Nachmittag niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Fujitsu Siemens ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Siemens und der japanischen Fujitsu. Der neue SBS-Chef Adrian von Hammerstein war zuvor Chef von FSC. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 (Ende September) setzte SBS 4,7 Milliarden Euro um; 24 Prozent stammen aus Siemens-Geschäften. Im Auftaktquartal 2004/05 war SBS der einzige der zwölf Konzernbereiche, der rote Zahlen schrieb. Siemens hatte bereits mehrfach Änderungen bei seinem Informationstechnologie-Dienstleister angekündigt.

SBS verweise darauf, dass Siemens das Konzept für die SBS-Zukunft "in wenigen Wochen vorlegen will", berichtete die "Wirtschaftswoche". Die SBS-Betriebsräte sollen, wie intern verlaute, am 17. Februar über das Konzept informiert werden. (dpa/tc)