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Bericht: EU untersucht europäische Roaming-Gebühren

01.03.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Einem Vorabbericht des "Stern" zufolge nehmen die EU-Wettbewerbshüter unter Führung des zuständigen Kommissars Mario Monti derzeit die Roaming-Gebühren bei Handy-Telefonaten im Ausland kritisch unter die Lupe. Monti drohte den Mobilfunkbetreibern mit hohen Strafen (bis zu zehn Prozent des Umsatzes) für den Fall, dass seine Behörde auf "Beweise für Kartellabsprachen" stoßen sollte. "Unsere Untersuchung betrifft die gesamte Branche in Europa, also auch die deutschen Firmen", warnte der Wettbewerbs-Kommissar.

Die Kommission prüft Monti zufolge ebenfalls, ob die Mobilfunkanbieter nicht - wie im Festnetz seit einiger Zeit üblich - ihren Kunden die Möglichkeit geben müssten, bei jedem Gespräch den günstigsten Anbieter auszuwählen (Call-by-Call).