Todesgrund Selfie

Bereits 127 Tote durch Selfies

Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Seit März 2014 starben 127 Menschen durch Selfies. Vor allem ein konkreter Grund führt oft zu tödlichen Selfies, wie eine Studie ans Licht brachte.
Todesgrund: Selfie – 127 Tote durch Selfies
Todesgrund: Selfie – 127 Tote durch Selfies
Foto: Dudarev Mikhail - shutterstock.com

Zwischen März 2014 und September 2016 starben 127 Menschen durch Selfies. Zu diesem schockierenden Ergebnis kommt die Studie "Me, Myself and My Killfie: Characterizing and Preventing Selfie Deaths" der US-amerikanischen Cornell Universität, die Sie als englischsprachiges PDF hier nachlesen können. Zu den 127 Toten kommen den Verfassern der Studie zufolge noch viele Verletzte.

Die meisten Todesopfer durch Selfie gab es in Indien, mit deutlichem Abstand gefolgt von Pakistan und den USA. Deutschland wird in der Auswertung nicht erwähnt.

Die Studie untersucht die Gründe, weshalb es bei dem Versuch, einen Selfie aufzunehmen, zu gefährlichen Unfällen kommen kann. Mit der Untersuchung wollen die Wissenschaftlicher zudem das Bewusstsein für die Gefahren schärfen, die von einem Selfie ausgehen. Die Wissenschaftler werteten Selfies auf Twitter sowie die entsprechenden Erwähnungen in den Medien aus. Die Todesursachen bei einem Selfie sind sehr unterschiedlich.

Tödliche Höhe

Der häufigste Todesgrund: Menschen stürzten in den Abgrund. Die Wissenschaftler stellten nämlich fest, dass bei den meisten tödlichen Selfies die Höhe eine Rolle spielte: Die Fotografen übersahen einen Abgrund und stürzten vom Haus oder vom Hang in die Tiefe. So stürzte zum Beispiel ein Deutscher bei der Inka-Stadt Macchu Picchu in den Abgrund.

Tödliches Wasser

Auf Platz 2 folgte der Tod durch Ertrinken: Die Selfie-Macher fielen zum Beispiel in einen Fluss und ertranken. In einem Fall forderte so ein Selfie sogar fünf Todesopfer auf einmal: Eine Inderin fiel in einen Wasserbehälter, als sie sich fotografieren wollte. Ihre vier Freundinnen wollten sie retten und ertranken mit dem Opfer zusammen.

Tödlicher Zug

Wieder andere wurden vom Zug überrollt, während sie einen Selfie aufnahmen. Tod durch Zug ist ebenfalls eine häufige Todesursache.

Manche Selfie-Fotografen brachten sogar Flugzeuge zum Absturz: Wie der Pilot einer kleinen Cessna 150, der sich während des Flugs mit einer GoPro filmen wollte. Anscheinend ließ ihn der Kamerablitz völlig die Orientierung verlieren und er stürzte mit dem Flugzeug ab. Dabei starben er und sein Passagier.

In mindestens einem von der Studie erfassten Fall drückte ein Fotograf versehentlich den Abzug einer Schusswaffe und erschoss sich. Der Waffenbesitzer hatte offensichtlich gedacht, dass seine Waffe nicht geladen sei.

Die Wissenschaftler raten: Eine App könnte tödliche Selfies verhindern. Indem sie gefährliche Situationen erkennt und den Fotografen rechtzeitig warnt. Eine App könnte mit Hilfe ihrer Sensoren, mit Bildanalyse und GPS-Daten zum Beispiel erkennen, dass sich der Fotograf auf einen Abgrund zubewegt und Alarm schlagen. Und gegebenenfalls sogar die Kamera abschalten. (Macwelt)

 

Gewaltraud

"Wieder andere wurden im Zug überrollt" Hmm, wie stellt man sich das vor? Von was genau wurden sie im Zug überrollt?

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