Berater wollen mehr für ihre Gesundheit tun

Ina Hönicke ist freie Journalistin in München.
Ein Coaching soll ihnen bei der Umsetzung helfen.

Im Rahmen des Projekts "Virtuelle Unternehmen und Lifestyle-Management" (Vilma) untersuchen das Bundesministerium für Bildung und Jugend und das Beratungshaus Capgemini das gesundheitliche Verhalten von Consultants. Hintergrund des Vorhabens ist die Frage, inwieweit sich die zunehmende Virtualisierung von Arbeitsbedingungen - also die Lösung zeitlicher und örtlicher Bindungen von Arbeit - und die zunehmende Technisierung des Arbeitsumfeldes auf das Gesundheitsverhalten auswirkt. Wissenschaftlich baut das Projekt, das im Verbund mit den Kliniken Essen Mitte (KEM) und dem Institut für angewandte Innovationsforschung (IAI) e.V. in Bochum umgesetzt wird, auf der Frage auf "Was erhält Menschen gesund?" und befasst sich mit dem individuellen Auf- und Abbau gesundheitlicher Ressourcen.

Ernährungstipps gefragt

Nach einer einwöchigen Tagebuchstudie, in der 20 Capgemini-Kollegen über eine Woche hinweg ihr Gesundheitsverhalten aufschrieben, wurden Ende 2004 insgesamt 356 Berater verschiedener Unternehmen online nach ihrem Gesundheitszustand befragt. Mehr als 75 Prozent der Befragten wollen etwas an ihrem Gesundheitsverhalten ändern. Schwerpunkt dabei sind bessere Ernährung und mehr Bewegung, auf dem dritten Platz folgt die Entspannung.

Die meisten Befragten suchen nach einfachen, wirksamen Maßnahmen, die sich in den Berufsalltag integrieren lassen. Um hier Anregungen zu geben, wurde im April dieses Jahres das erste eintägige "Gesundheitscoaching für Berater" veranstaltet. Da das Interesse an dem Thema groß ist, wird bei Capgemini über weitere Aktionen nachgedacht. Die Unterstützung soll durch virtuelle Angebote und Beratung über die Bühne gehen.(am)