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Berater erhalten schlechte Zeugnisse

04.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Auch IT-Consulting-Unternehmen kämpfen derzeit mit der Krise. Hinzu kommt, dass die Kundenzufriedenheit offensichtlich deutlich schwindet: Während vor einem Jahr noch 80 Prozent der Auftraggeber die Arbeit der Berater als "erfolgreich" oder "sehr erfolgreich" eingestuft hatten, erhielten diese Bewertung in laufenden Jahr nur noch 59 Prozent. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die die Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg im Auftrag des Wirtschaftsmagazins "Capital" erstellt hat. Befragt wurden 256 Vorstände, Geschäftsführer und IT-Verantwortliche. Die besten Bewertungen bekam dabei Cap Gemini Ernst & Young mit 406 von 500 möglichen Punkten, gefolgt von Accenture (403) und IBM Global Services (387).

Aufälligerweise kritisierten die Unternehmen besonders häufig Mängel bei der Know-how-Vermittlung, Teamfähigkeit, Konfliktlösungsfähigkeit sowie der Transparenz des Lösungsansatzes. "Die weichen Faktoren sind entscheidend, doch leider haben die Berater hier nichts dazugelernt", fasst Professor Dietmar Fink diese Ergebnisse zusammen. Obwohl sich die Consulting-Häuser gerne als Komplettanbieter darstellen, setzen viele Kunden auf mehrere Partner, denen sie in Teilbereichen vertrauen. Im Bereich Wissens-Management konnte beispielsweise KPMG Consulting den ersten Rang einnehmen. Bei der Systemintegration führt CSC Ploenzke, in der Kategorie Customer-Relationship-Management (CRM) liegt Pricewaterhouse-Coopers in der Gunst der Anwender vorne. (rg)