Berater betonen One-Stop-Angebote

Joachim Hackmann ist Principal Consultant bei Pierre Audin Consulting (PAC) in München. Vorher war er viele Jahre lang als leitender Redakteur und Chefreporter bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Anwender finden den Mix aus Beratung und Betrieb interessant, doch nur wenige nutzen ihn.

Die Anwenderunternehmen sind zunehmend bereit, einem externen Anbieter Gestaltung und Erneuerung ihrer IT- und Geschäftsprozesse zu übertragen, um ihm anschließend auch die Umsetzung und den Betrieb zu überlassen.

Gut ein Drittel erachtet die Zusammenarbeit mit Komplettdienstleistern für wichtig und sehr wichtig.
Gut ein Drittel erachtet die Zusammenarbeit mit Komplettdienstleistern für wichtig und sehr wichtig.

Das ist das Ergebnis einer neuen Studie zum Thema Business Innovation/Transformation Partner (BITP), die das Marktforschungshaus Lünendonk aus Bad Wörishofen angefertigt hat (siehe Kasten: "BITP-Modell - bekannt, interessant und selten angewandt").

Elf deutsche BITP-Anbieter

BITP beinhaltet vor allem, auf die Innovations- und Transformationsleistungen eines externen Dienstleisters zu vertrauen und eine langfristige Partnerschaft mit ihm anzustreben. Nur wenige Anbieter in Deutschland sind laut Lünendonk-Einschätzung zu entsprechenden Diensten in der Lage. Die aktuelle BITP-Liste umfasst die Firmen Accenture, Atos Origin, Capgemini, CSC, EDS, Hewlett-Packard, IBM, Logica CMG, SBS, T-Systems und Unisys. In die Liste werden Unternehmen aufgenommen, die mehr als 60 Prozent des Umsatzes mit Beratung und Dienstleistungen erwirtschaftet. Von diesen Umsätzen müssen jeweils mindestens zehn Prozent auf die drei Leistungskategorien Management- und IT-Beratung, System-Realisierung und -integration sowie Outsourcing entfallen.

Was ist ein BITP-Projekt

Welcher Anbieter sich BITP nennen darf, ist damit geklärt, welches Projekt oder Vorhaben auf Anwenderseite den Ansprüchen genügt, ist dagegen nicht so scharf umrissen. "BITP bedeutet, innovative neue Prozesse zu gestalten, mit einer Transformation der Abläufe die Produktivität zu verbessern und mit einem Partner beispielsweise technische Neuerungen zu diskutieren", erläutert Stephan Scholtissek, Deutschland-Chef von Accenture, anlässlich der Präsentation der Lünendonk-Studie. "In diesen Projekten unterhalten wir uns über neue Geschäftslösungen." Eigenen Angaben zufolge erzielen die Unternehmen bereits erhebliche Einnahmen mit entsprechenden Diensten. Michael Hartmann, Leiter von IBMs Beratersparte Business Consulting Services (BCS), beziffert den Anteil auf rund 50 Prozent. Beispielhaft nennt er Projekte bei Bayer und Procter & Gamble, in denen IBM Umgestaltung und Betrieb der Prozesse verantwortet.

Inhalt dieses Artikels