BenQ Mobile: Weitere US-Investoren äußern Interesse

09.01.2007
In die Rettungsaktionen für den insolventen Handy-Hersteller BenQ Mobile kommt erneut Bewegung. Nachdem Insolvenz-Verwalter Martin Prager zum Jahreswechsel mitteilte, dass es keine konkreten Kaufabsichten gebe, meldet sich nun ein weiterer Interessent zu Wort - und kritisiert NRW.

Viel wurde über den insolventen Handy-Hersteller BenQ Mobile berichtet, vor allem Spekulationen über die Zukunft der früheren Siemens-Tochter standen hoch im Kurs. Nachdem bis Jahresende 2006 kein potenzieller Investor gefunden werden konnte, hatte man sich bereits endgültig von dem Traditionsunternehmen verabschiedet. Doch seit knapp einer Woche kommt erneut Bewegung auf, demnach sei eine US-Investorengruppe an einer Übernahme interessiert - die daran gebundenen Bedingungen, etwa die anfänglich kostenfreie Verfügbarkeit der Mitarbeiter, verhinderten bislang einen Vertragsabschluss.

Am Montag wurde mitgeteilt, dass ein zweites US-Unternehmen eine Übernahme in Betracht zieht. Sentex Sensing könne sich Medienberichten zufolge vorstellen, bis zu 1.700 Angestellte der ehemals 3.000 Mitarbeiter des Münchner Herstellers zu übernehmen; genaue Bedingungen sollen heute dem Gläubigerausschuss von BenQ Mobile vorgelegt werden. Laut Aussage von Sentex-Präsident Henrik Rubinstein zeige man sich jedoch enttäuscht, dass eine Einigung mit Nordrhein-Westfalen hinsichtlich einer Bürgschaft in Höhe von 125 Millionen Euro kurzfristig gescheitert sei. "Erst hatten wir geplant, zum 1. Dezember 2006 zu starten, dann zum 15. Dezember. Nun würden wir gern am 20. Januar beginnen", so Rubinstein.

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