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BenQ-Mobile-Pleite: Mitarbeiter verklagen Siemens

28.12.2006
Das Münchner Arbeitsgericht soll feststellen, dass das Arbeitsverhältnis bei Siemens weiter besteht.

Die Pleite des Handyherstellers BenQ Mobile hat ein juristisches Nachspiel. Zehn Beschäftigte hätten mit Unterstützung der IG Metall Klagen beim Arbeitsgericht München gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber Siemens eingereicht, dies teilte die Gewerkschaft am Donnerstag in München mit. Weitere Klagen sollen im Januar folgen. Dabei geht es um die gerichtliche Feststellung, dass das Arbeitsverhältnis bei Siemens fortbesteht, weil die Mitarbeiter im Jahr 2005 nicht richtig über den Übergang ihres Arbeitsverhältnisses informiert worden seien. Den Mitarbeitern sei verschwiegen worden, dass BenQ Mobile faktisch eine GmbH ohne Eigenkapital sei und schon daher gar nicht in der Lage war, die Versprechungen zu Standort- und Beschäftigungssicherung zu erfüllen, so die Kläger.

Siemens hatte seine ehemalige Handy-Sparte im vergangenen Jahr an den taiwanesischen Elektrokonzern BenQ abgegeben. Die deutsche BenQ Mobile musste Ende September Insolvenz beantragen, nachdem ihr die taiwanesische Mutter kein Geld mehr geben wollte. Zwei Drittel der 3000 Beschäftigten verloren dadurch ihre Jobs. Die restlichen Mitarbeiter hoffen noch immer auf eine Rettung in letzter Minute. Wenn der Insolvenzverwalter Martin Prager bis Sonntag (31. Dezember) keinen Investor für BenQ Mobile findet, will er den Betrieb schließen. (dpa/hi)