BenQ E72 kommt zu Weihnachten nach Asien und Europa

05.10.2007
Mit dem E72 sorgte BenQ im Februar auf der 3GSM 2007 für erstaunte Gesichter, schließlich hatte die deutsche Tochter BenQ Mobile erst wenige Wochen zuvor Insolvenz angemeldet. Zum Weihnachtsgeschäft soll das Smartphone in Asien und Europa starten - ob es allerdings auch in Deutschland erscheint, bleibt auf Grund des schwachen Images abzuwarten.

Wer sich in diesen Tage für ein neues Handy entscheidet, wird kaum um einen der großen Fünf (Nokia, Motorola, Samsung, Sony Ericsson, LG) herum kommen. Nur selten fällt der Blick auf exotische Hersteller wie Casio, Innostream oder Kyocera - zumal deren Geräte nur nach längerer Suche bei spezialisierten Importeuren zu finden sind. Seit der Pleite von BenQ Mobile stehen auch die Modelle des ehemaligen taiwanischen Mutterkonzerns BenQ immer seltener in den Regalen deutscher Anbieter. Dabei dürfte das lädierte Image von Benq eine wesentliche Rolle spielen.

Während hierzulande im Frühjahr tausende Mitarbeiter von BenQ Mobile gegen ihre drohende Entlassung auf die Straßen gingen, zogen sich die taiwanischen Entwickler in ihre Büros zurück und kreierten neue Mobiltelefone für den Weltmarkt - mit Patenten des ehemals deutschen Handyherstellers. Die Resultate wurden bereits auf dem 3GSM Congress 2007 vorgestellt, darunter auch der E71-Nachfolger E72, der mit Windows Mobile 6 und umfangreichen Messaging-Funktionen eine breite Zielgruppe anspricht und im vierten Quartal in Asien und Europa erscheint.

Zugegeben: das WM-Smartphone im Barrenformat macht mit 108x46,3x13,8 mm eine sportliche Figur, wenngleich das Design in seiner Gesamtheit etwas altbacken wirkt. Unter technischen Gesichtspunkten gibt es wenig zu meckern: QVGA-Display mit 16 Bit Farbtiefe, eine 2 Megapixel-Kamera und microSD bilden eine solide Basis für multimediale Anwendungen. Zudem kann das Handy dank Quadband-Technologie und UMTS nahezu weltweit eingesetzt werden, lokal wählt man sich über WLAN ins Internet.

Inhalt dieses Artikels