Usecase für das Internet of Things

Ben & Jerry's: Eis-Sicherheit dank IoT

Florian Maier beschäftigt sich in erster Linie mit dem Themenbereich IT-Security. Daneben schreibt er auch über reichweitenstarke und populäre IT-Themen an der Schnittstelle zu B2C und ist für den Facebook-Auftritt der COMPUTERWOCHE zuständig. Er schreibt hauptsächlich für die Portale COMPUTERWOCHE und CIO.
Smarte Technologien und Sensoren kommen heutzutage bereits in zahlreichen Industrien und Unternehmen zur Anwendung. So auch bei der US-amerikanischen Eiscreme-Institution Ben & Jerry's.

Das Bild einer heruntergefallenen, ordinären Eiswaffel kann den oder anderen Liebhaber cremigen Glace-Genusses bereits zu Tränen rühren. Und jetzt stellen Sie sich mal vor, Ben & Jerry's-Eiscreme im Wert von mehreren zehntausend Dollar würde aufgrund unzureichender Kühlung zu liquidem Kehricht. Eine absolute Tragödie.

Ben & Jerry's-Filiale: Der Teufel im Gefrierschrank

Vom ideellen Wert beliebter Ben & Jerry`s Eissorten wie "Cookie Dough", "Half Baked" oder "All or Nutting" einmal ganz abgesehen, geht so eine Eiscreme-Schmelze auch mit groben finanziellen Verlusten einher. Diese Erfahrung mussten beispielsweise der Betreiber einer Ben & Jerry`s Eisdiele in San Francisco machen, als eine brandneue Kühltruhe im Ladengeschäft einen klassischen Fehlstart hinlegte. Der Grund für die Fehlfunktion war eine nicht fachgerechte Installation des Geräts. Bei der Einrichtung wurden die in San Francisco herrschenden Temperaturschwankungen nicht berücksichtigt.

"Das Ding brachte es in neun Monaten auf ganze 230 Ausfälle. Das hatte einen substantiellen Verlust von Produkten zur Folge. Der Schaden belief sich auf mehrere zehntausend Dollar", erzählt Betreiber John Slater. "Ich hatte viele schlaflose Nächte und musste mir jeden Morgen die bange Frage stellen, ob meine ganze Eiscreme schon wieder geschmolzen ist."

Zwar verfügte die Ben & Jerry's-Filiale über ein Sicherheits-System, in das auch betreffender Gefrierschrank eingebunden war - allerdings bekam Slater lediglich E-Mail-Benachrichtigungen, die ihn über ein Problem informierten. Die Natur des Problems blieb dagegen völlig im Dunkeln, weswegen er nicht erkennen konnte, ob der Eisschrank gerade wieder einmal den Geist aufgibt oder sich lediglich im viermal pro Tag ablaufenden Defrost-Kreislauf befindet. Wenn also mitten in der Nacht eine Benachrichtigung eintraf, blieb Slater nichts anderes übrig, als vor Ort die Lage checken zu lassen: "Das hat mich so viel Schlaf, Geld und Nerven gekostet, dass ich nach einer anderen Lösung gesucht habe."