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Bekommen Mobilfunk- und Internet-Firmen zu viel mediale Macht?

12.07.2006
Der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, Wolf-Dieter Ring, hat vor dem wachsenden Einfluss großer Handy- und Internet-Unternehmen auf die Medienmärkte gewarnt.

Mit ihnen drohten Mechanismen, die die Wettbewerbsfähigkeit vor allem regionaler Medien gefährdeten, sagte Ring in einem Gespräch mit der dpa in Nürnberg. Gerade Mobilfunk-Beitreiber interessierten sich neuerdings für Rundfunk-Frequenzen um eigene Mediendienste abzubieten.

Regionale Rundfunk- und TV-Anbieter müssten daher an der Nutzung neuer Übertragungswege, etwa dem Handy-Fernsehen, frühzeitig beteiligt werden. Zudem müsse der Machtmissbrauch kapitalstarker Telekommunikations- und Mobilfunkunternehmen, aber auch Global Player im Bereich Internet ordnungspolitisch verhindert werden. Hier seien sowohl Medienpolitiker als auch die Landesmedienanstalten gefordert. Sie müssten sicherstellen, dass auch regionale Rundfunk- und TV-Sender ihre Sendungen in neue Netze einspeisen dürften.