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Bei WWL Internet geht´s drunter und drüber

28.03.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Krise am Neuen Markt hat den Nürnberger Internet-Dienstleister WWL Internet AG voll erwischt. Der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2000 hat sich von knapp drei Millionen Euro im Vorjahr auf 23,5 Millionen Euro erhöht; der EBITDA-Verlust (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) liegt mit 11,6 Millionen Euro um 2,3 Millionen höher als erwartet.

In der Folge werden nun die verlustträchtigen Niederlassungen in Bremen und Prag geschlossen und die Münchner Filiale zu einer reinen Vertriebsniederlassung degradiert. Das Ergebnis hat zudem personelle Konsequenzen: Der seit Anfang vergangenen Jahres amtierende Vorstandschef Patrick Palombo hat das Unternehmen verlassen. Erklärtes vorrangiges Ziel von WWL ist nun das Erreichen der Profitabilität. Die eingeleitete Restrukturierung soll sich in diesem Jahr auswirken. Weitere Details will WWL im Rahmen seiner Bilanzpressekonferenz am 4. April mitteilen.