Blackberry-Anbieter

Bei RIM drohen weitere Entlassungen

Thomas Cloer
Thomas Cloer ist verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
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Beim Blackberry-Anbieter Research in Motion (RIM) stehen offenbar erneut tausende Arbeitsplätze zur Disposition.
RIM-Zentrale in Waterloo, Ontario, Kanada
RIM-Zentrale in Waterloo, Ontario, Kanada
Foto: RIM

RIM werde in Kürze - womöglich schon am 1. Juni - eine weitere globale Restrukturierung ankündigen, der wenigstens 2000 Stellen zum Opfer fallen sollen, berichtet das zum "Wall Street Journal" gehörende Blog "All Things Digital" unter Berufung auf Insider. RIM hatte im vergangenen Juli bereits rund 2000 Stellen oder etwa zehn Prozent der weltweiten Belegschaft gestrichen. Aktuell beschäftigt die kanadische Firma um die 16.500 Mitarbeiter.

Die zuerst von der "Globe and Mail" kolportierten jetzt bevorstehenden Entlassungen sollen alle Unternehmensbereiche treffen. RIM-Chef Thorsten Heins hatte bereits angekündigt, bis zum Ende des Geschäftsjahres 2013 die Kosten um eine Milliarde Dollar senken zu wollen. RIM hatte mit seinen Email-Smartphones einst den Unternehmensmarkt fest im Griff. Mittlerweile greifen Manager und mobile Mitarbeiter aber lieber zu den Smartphones von Apple oder mit Android-Betriebssystem. Blackberrys sind nicht mehr "cool", und das bekommt RIM bei der Nachfrage und seinem Aktienkurs seit geraumer Zeit deutlich zu spüren.

Gerade hat mit Chief Legal Officer Karima Bawa eine weitere Topmanagerin dem Unternehmen den Rücken gekehrt, wie das "WSJ" schreibt. Vergangene Woche hatte bereits der in London ansässige weltweite Vertriebschef Patrick Spence seinen Hut genommen.

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