Rösler

Bei Fusion von E-Plus und O2 muss Preiswettbewerb bleiben

26.07.2013
Die Bundesregierung stellt beim Verkauf des Mobilfunkbetreibers E-Plus an den Telefonica-Konzern Bedingungen. "Der Preiswettbewerb muss bleiben, es darf keine Kostenspirale nach oben geben", sagte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe).
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP)
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP)
Foto: RegierungONLINE

Für die Akzeptanz der Kunden und damit für den Erfolg der Fusion sei entscheidend, dass die Interessen der Mobilfunknutzer gewahrt blieben. Zudem müssten die bisherigen Qualitätsstandards und auch Investitionen in ein hochleistungsfähiges Mobilfunknetz gewährleistet sein.

Bei der Fusion droht auch Widerstand vom Bundeskartellamt. "Die Verringerung von vier auf drei Anbieter ist wettbewerbsrechtlich alles andere als ein Selbstläufer, zumal gerade E-Plus in der Vergangenheit beim Preiswettbewerb besonders aktiv war", hatte der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, am Mittwoch der dpa gesagt. "Wir sehen natürlich auch den hohen Investitionsbedarf in der Branche und den daraus resultierenden Konsolidierungsdruck. Hier steht eine sehr sorgfältige Prüfung an."

Am Dienstag hatte die niederländische E-Plus-Mutter KPN den 8,1 Milliarden Euro schweren Verkauf von E-Plus an Telefonica Deutschland (O2) bekanntgegeben. (dpa/mb)