NEXThink V4 im Test

Behalten Sie Ihre Desktops im Griff!

26.04.2013 | von 
Andrej Radonic
Andrej Radonic ist Experte für Virtualisierung, Cloud-Technologien und Open Source Anwendungen. Der Fachbuchautor ist Vorstand der interSales AG und entwickelt für mittelständische Unternehmen anspruchsvolle E-Commerce Lösungen.
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Ihre Server, Services und Netzwerke überwachen Unternehmen heute kontinuierlich. Aktuelle Anwender-Erfahrungen und der Zustand der Endgeräte werden dabei häufig vernachlässigt. Die Monitoring-Software NEXThink wirft einen tiefen Blick in Unternehmens-PCs. Sie überwacht den Desktop-Zustand und misst unter anderem auch die Qualität von Applikationen.
NEXThink V4 im Test.
NEXThink V4 im Test.
Foto: Andrej Radonic

Um den Funktionsumfang von NEXThink einordnen zu können, helfen Analysen von Forrester Research. Sie unterteilen den Markt des sogenannten End User Experience Monitoring (EUM) in drei Gruppen: Application Performance Management (APM), Web Monitoring Lösungen und Client-zentrierte Monitoring-Tools. APM-Anbieter betrachten mit ihren End-to-End Monitoring Werkzeugen vorwiegend Applikationen und Services auf Netzwerkebene. Andere Lösungen für das End User Experience Monitoring arbeiten auf Basis immer wieder abgespielter Transaktionen, wobei der tatsächliche Zustand des Endgeräts außen vor bleibt und nicht explizit definierte Prüfszenarien durch das Raster fallen. Der schweizerische Anbieter NEXThink, von Forrester der dritten, neuen Gruppe zugeordnet, tritt an, um diese Lücke mit einem umfassenden Tool für die Erfassung, Überwachung und Analyse von Unternehmens-Desktops und ihres aktuellen Zustands zu schließen.

Das Interesse an EUM-Tools nimmt weiter zu, denn heutige Desktop-Umgebungen werden immer komplexer und schwieriger zu überwachen. Schuld daran sind die zunehmende Abhängigkeit von Netzwerk-Services und die wachsende Zahl an Applikationen und Cloud-Diensten. Zudem laufen immer mehr Desktops virtualisiert in VDI-Umgebungen, was oftmals schwer zu analysierende Performance-Probleme mit sich bringt.

Vielfältige Fragestellungen

Diese Aspekte verlangen nach einer durchgängigen Überwachung der Verfügbarkeit der Desktop-Ressourcen und einer Übersicht von eventuell auftretenden Störungen mit einer effektiven Möglichkeit, ihre Ursachen aufzuspüren. An dieser Stelle setzt NEXThink V4 an. Anspruch des schweizerischen Startups ist, die Qualität der Desktop-Umgebung zu steigern, der IT-Abteilung die Erbringung dieses Services zu erleichtern und durch die Analyse von Systemdaten die beteiligten Prozesse und Projekte in der IT zu unterstützen. Das Schweizer Werkzeug nimmt den Zustand des Endgeräts selbst mit seinen Auswirkungen auf den Anwender unter die Lupe und adressiert zentrale Fragen:

  • Performance Monitoring: Wo entstehen Leistungs-Engpässe und Beeinträchtigungen auf dem Desktop?

  • Wie viele und welche Anwendungsfehler und Störungen passieren?

  • Welche Sicherheitsrisiken entstehen und welche Auswirkungen haben sie?

  • Compliance: Werden die gesetzlichen und internen Vorgaben eingehalten? Wo weichen Desktop-Systeme vom Standard ab?

  • Welche Rechner und welche Software können auf Windows 7 migriert werden?

  • Release-Management: Sind die richtigen Versionen der Email-Software und der Virenscanner installiert?

  • IT Infrastruktur Mapping: Welche Desktop-Systeme sind welchem Netzwerkbereich zugeordnet?

  • IT Service Management: Wo werden Services nicht zufriedenstellend erbracht?

  • Druckkosten-Optimierung: Welche Drucker sind wie stark ausgelastet und wo können Kosten eingespart werden?

  • Ist der Zugriff auf Geschäftsanwendungen an den Remote-Standorten möglich?

  • Wie ist die derzeitige Nutzererfahrung für die mobilen Mitarbeiter?

Die Tools bieten neben einer Bestandsaufnahme der Endgerätelandschaft sowohl Alarmfunktionen als auch ad-hoc Analysen, um aktuellen Störungen schnell auf den Grund zu gehen. Eine Portal-Lösung ermöglicht dabei einzelnen Administratoren oder Abteilungen, per Web-GUI aktuelle Reports und Auswertungen zu Fragen wie Auslastung, Verfügbarkeit, Sicherheit etc. abzurufen.

NEXThink bietet sich damit als umfassendes Werkzeug für den IT-Helpdesk an sowie für das Service Management und für Troubleshooting und gezielte Anwender-Unterstützung.

Systemvoraussetzungen

NEXThink Engine: Dedizierter oder virtueller Server mit mind. 2 GB RAM und 20 GB Festplatte, 64Bit CPU. Je zirka 5000 überwachte Endgeräte wird ein separater Engine-Server benötigt.

NEXThink Portal: Wie Engine, jedoch mehr Plattenplatz.

NEXThink Collector (Agent-Software für den Desktop): Windows 2000 SP4, Windows XP, Windows Server 2003, Windows Vista, Windows Server 2008, Windows 7 – jeweils alle Servicepacks sowie jeweils in den 32 und 64 Bit Editionen.

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