Beepworld

Beepworld: Websites nach dem Baukastenprinzip

15.10.2004
Von Hans-Werner Oertel
Erfolgsgeschichten von jungen Gründern sind selten geworden. Doch David Finkenstädt hat sich vom Niedergang der Internet-Startups nicht beeindrucken lassen und baut seit vier Jahren sein „Beepworld“-Portal aus. Mittlerweile haben sich schon zwei Millionen Mitglieder eingeloggt.

Jeder kann seine eigene Website bauen, ohne groß programmieren zu müssen. Diese Geschäftsidee hatte David Finkenstädt mit 16 Jahren und entwickelte entsprechende Werkzeuge, mit denen auch Anfänger hantieren können. Einfache Editiermöglichkeiten, fertige Homepage-Features und Webspace erhalten die Interessierten im ersten Schritt kostenlos, Optionen wie mehr Speicherkapazität, eine Bild- und Soundgalerie oder diverse Flash-Funktionen müssen dann bezahlt werden. Dieses Konzept läuft inzwischen so erfolgreich, dass der heute 20-jährige Finkenstädt seine erste Umsatzmillion ansteuert - Werbung und eine Plattform für Verbraucherstudien sind weitere Einnahmequellen.

Betteln um Gewerbeanmeldung

Vor vier Jahren hatte er in seiner Heimatstadt Herdecke aber zuerst bürokratische Hürden zu überwinden:"Ich musste um die Gewerbeanmeldung betteln; einen so jungen Geschäftsmann sahen die deutschen Zulassungsbestimmungen einfach nicht vor." Auch finanziell war der Start alles andere als viel versprechend: Finkenstädts Einkünfte aus werbefinanzierten Homepages deckten gerade die Serverkosten ab. Als ein insolventer Werbepartner Schulden von 3000 Mark nicht mehr begleichen konnte, drohte Finkenstädt und seinem Beepworld-Portal das Aus.

Auf Expansionskurs: Firmengründer David Finkenstädt (rechts) mit seinem Vater und Geschäftspartner Thomas.

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