Kurzarbeit beendet

Bechtle rechnet wieder mit besseren Geschäften

22.03.2010
Der IT-Dienstleister Bechtle hat nach einem herben Gewinneinbruch im vergangenen Jahr neuen Mut gefasst und rechnet 2010 wieder mit besseren Geschäften.
Bechtle-Chef Thomas Olemotz
Bechtle-Chef Thomas Olemotz

Er gehe für das laufende Jahr von wachsenden Erlösen und steigendem Gewinn aus, sagte Vorstandschef Thomas Olemotz am Freitag in Stuttgart. "Wir sind mit der Entwicklung der Auftragseingänge seit Jahresbeginn zufrieden und sehen gute Chancen für eine spürbare Nachfragebelebung im zweiten Halbjahr." Die Kurzarbeit hat Bechtle an allen Standorten beendet. Die wirtschaftliche Lage sei aber nach wie vor unsicher, sagte Olemotz. "Wir sind in diesem Übergangsjahr vor Rückschlägen nicht sicher, aber wir sind darauf vorbereitet." Eine konkrete Prognose wagte Olemotz deshalb nicht.

2009 hatte Bechtle unter dem Strich 34,3 Millionen Euro verdient, rund ein Viertel weniger als im Jahr zuvor. Das Vorsteuerergebnis schrumpfte um 29 Prozent auf 43,7 Millionen Euro. Der Umsatz schmolz um 3,6 Prozent auf 1,38 Milliarden Euro. Dabei hatte ein Schlussspurt zum Jahresende einen stärkeren Rückgang noch verhindert. Seinen Aktionären will das Unternehmen eine unveränderte Dividende von 0,60 Euro zahlen. Ende 2009 arbeiteten 4354 Menschen bei Bechtle, das waren 51 weniger als ein Jahr zuvor. Derzeit ist der IT-Dienstleister auf der Suche nach zahlreichen neuen Mitarbeitern. 160 Stellen im Unternehmen seien offen, sagte Olemotz.

Bechtle betreibt über 50 Systemhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit ihrem Versandhandel sind die Neckarsulmer in fast ganz Europa vertreten. In beiden Bereichen will das Unternehmen 2010 wachsen. Dazu beitragen soll auch die Expansion in weitere Länder. Für die zweite Jahreshälfte plant Bechtle den Markteintritt in Tschechien. Im April startet das Unternehmen wie angekündigt auf dem polnischen Markt. Zudem erwartet Bechtle ein weiter wachsendes Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern. (dpa/tc)