Nach Gewinneinbruch

Bechtle macht Hoffnung auf Besserung

14.05.2013
Nach einem deutlichen Gewinnrückgang will der IT-Dienstleister Bechtle das Ergebnis im Laufe des Jahres wieder steigern.
Bechtle-Chef Thomas Olemotz
Bechtle-Chef Thomas Olemotz
Foto: Bechtle

Er gehe davon aus, dass sich die Gewinnentwicklung im Jahresverlauf verbessern werde, sagte Vorstandschef Thomas Olemotz am Dienstag. Im ersten Quartal brach der operative Gewinn (Ebit) vor allem wegen der vielen neuen Mitarbeiter um 16 Prozent auf 14,5 Millionen Euro ein. "Unser Ziel, stärker als der Markt zu wachsen, haben wir erreicht. Mit der Ergebnislage sind wir indes nicht zufrieden", sagte Olemotz. An der Frankfurter Börse stieg die Aktie gegen Mittag um 1,92 Prozent auf 35,805 Euro.

Unterm Strich verdiente Bechtle nur zehn Millionen Euro nach 12,3 Millionen im Vorjahr. Den Umsatz steigerte der Konzern dank starker Nachfrage aus Deutschland nach IT-Dienstleistungen und eines soliden E-Commercegeschäfts im Ausland um 5,4 Prozent auf 514 Millionen Euro. Das erste Quartal ist üblicherweise das schwächste in der IT-Branche, weil die Firmen zum Jahresende ihre Budgets ausgereizt haben.

Bechtle beschäftigte Ende März 5959 Mitarbeiter. Das waren 375 mehr als ein Jahr zuvor. Bechtle hatte stark mit Systemhäusern expandiert. Dafür stockten die Neckarsulmer die Belegschaft massiv auf. Insgesamt arbeiten mehr als drei Viertel der Mitarbeiter in Deutschland.

Das Stammgeschäft mit deutschen Systemhäusern legte beim Umsatz auf 296 Millionen Euro zu. Im Ausland setze Bechtle mit Systemhäusern 45,7 Millionen Euro um, etwas weniger als vor einem Jahr. Mit IT-E-Commerce wuchs Bechtle leicht auf 172,5 Millionen Euro. Das Heimatgeschäft schrumpfte minimal, im Ausland machten die Schwaben die Rückgänge aber mehr als wett. (dpa/tc)