Schwacher Aktienkurs

Bearingpoint steht vor dem Börsen-Delisting

Joachim Hackmann ist Principal Consultant bei Pierre Audin Consulting (PAC) in München. Vorher war er viele Jahre lang als leitender Redakteur und Chefreporter bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Das IT-Beratungshaus Bearingpoint steht von der Verbannung von US-Börse New York Stock Exchange (Nyse).

Die Talfahrt der Bearingpoint-Aktie hat sich zuletzt noch beschleunigt. Zum Börsenschluss am 13. November belief sich ihr Wert an der Nyse nur noch auf sechs US-Cent. Ein Jahr zuvor gab es noch 4,39 Dollar pro Aktien. Die Nyse kündigte nun das Delisting an, nannte aber keine Gründe für das Vorhaben. Sie verweist lediglich auf die üblichen Kriterien. Möglicherweise hat der ungewöhnlich schwache Handel mit dem Papier den Ausschlag für die Entscheidung gegeben. Der Wert des Bearingpoint-Anteilsschein beträgt seit 30 Handelstagen weniger als ein Dollar. Im gleichen Zeitraum sackte die Marktkapitalisierung dauerhaft unter 100 Millionen Dollar. Damit erfüllt Bearingpoint nicht mit die Kriterien für einen Verbleib an der Börse. Das Unternehmen wurde von der Nyse informiert und kann nun gegen den Beschluss vorgehen.