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Bearingpoint: Hohe Verluste im Jahr 2004 und 2005

02.02.2006
Mit knapp einem Jahr Verspätung meldet das IT-Consulting-Haus die Geschäftsdaten für das Jahr 2004. Die Auditing-Probleme sind noch nicht behoben.

Bearingpoint hat nun endlich die Finanzdaten für das Geschäftsjahr 2004 veröffentlicht und damit die Gefahr des Delistings von der New York Stock Exchange (Nyse) vorerst abgewendet. Eine verbindliche Aussage darüber, wann testierte Aussagen über den Geschäftsverlauf des bereits abgeschlossenen Finanzjahres 2005 bereit stehen, machte das Unternehmen nicht. Die Probleme mit dem Auditing-System sind offenbar nicht behoben.

Den aktuellen Daten zufolge nahm Bearingpoint im Jahr 2004 3,38 Milliarden Dollar ein und verzeichnete einen Verlust von 546 Millionen Dollar, die 347 Millionen Dollar Goodwill-Abschreibungen umfassen. Für das Jahr 2005 erwartet Harry You, der in Personalunion CEO und Finanzchef des Unternehmens ist, ebenfalls beträchtliche Verluste. Sie seien auf die erheblichen Restrukturierungskosten und die enormen Aufwendungen für die Wirtschaftsprüfung zurückzuführen. You bekräftigte hingegen die Erwartungen für das Jahr 2006: Die Einnahmen sollen sich bis Ende des Jahres auf 2,7 bis 2,85 Milliarden Dollar summieren. Unterm Strich erwartet You einen Gewinn in Höhe von 180 Millionen bis 250 Millionen Dollar. (jha)