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Bea kauft Crossgain

11.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Bea, laut IDC im vergangener Jahr führender Hersteller im Markt für Application Server (Computerwoche online berichtete), verstärkt sich im Bereich Web-Services durch die Übernahme von Crossgain Corp. Finanzielle Details des Deals wurden nicht veröffentlicht, Insider munkeln aber von einem Kaufpreis um die 30 Millionen Dollar.

Crossgain hat ebenso wie Microsoft seinen Sitz in Seattle, Washington. Die Company wurde im vergangenen Jahr von den ehemaligen Microsoftlern Adam Bosworth und Rod Chavez aus der Taufe gehoben und mit Risikokapital führender Silicon-Valley-Geldgeber angeschoben. Crossgain hat wegen seiner Personalrekrutierung bereits einen lästigen Rechtsstreit mit der Gates-Company hinter sich, aufgrund dessen einige Mitarbeiter dem Unternehmen zeitweise nicht zur Verfügung standen. Unklar ist deswegen auch das Schicksal des früheren CEO Todd Nielsen (ebenfalls Ex-Microsoft).

Bea scheint laut "Wall Street Journal" eher an der prominenten Entwicklerschar von Crossgain denn an dessen bisherigen Produkten interessiert. Laut Bea-CEO Bill Coleman sollen die zugekauften Developer beim neuen Arbeitgeber auch neue Anwendungen "right from scratch" entwickeln - und zwar "von Kopf bis Fuß in Java". Bea gehört zusammen mit Sun und IBM zu den prominentesten Verfechtern von Java für die Unternehmens-DV, wohingegen Microsoft für sein .Net das eigene C# und andere Programmiersprachen favorisiert.