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Bea beschleunigt Echtzeit-Server

28.08.2006
Latenzzeiten von "Weblogic Real-Time" werden um den Faktor drei reduziert.

Der von Bea Systems im vergangenen Dezember vorgestellte und auf Echtzeit-Anwendungen getrimmte Applikations-Server Weblogic Real-Time liegt jetzt in Version 1.1 vor. Highlight des Upgrades ist sein neuer Mechanismus für Garbage Collection, deren Latenzzeit jetzt nur noch 30 Millisekunden beträgt, während das Vorgänger-Release rund 100 Millisekunden benötigte. Garbage Collection sorgt in Java-Systemen für eine automatische Speicherbereinigung. Da ihre Ausführung meist nicht vorherzusehen ist, wird der Programmablauf jedes Mal zu einem unbekannten Zeitpunkt unterbrochen, was für Echtzeitapplikationen durchaus problematisch sein kann.

Weitere Neuerung ist die Kopplung der Real-Time-Technik mit dem abgespeckten Applikations-Server "Weblogic Express". Dies macht die Lösung nicht nur billiger, sondern auch einfacher zu bedienen, denn hoch spezialisierte Echtzeitanwendungen benötigen nur selten eine komplexe J2EE-Entwicklung - hier reicht die Arbeit mit einfachen Java-Werkzeugen wie beispielsweise dem Spring-Framework oder der Pojo-Bibliothek (Plain Old Java Objects). Zudem kommt in Weblogic Real-Time die Bea-eigene, auf Hochleistung getrimmte Java Virtual Machine "Jrocket" zum Einsatz. (ue)