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BDI: Internet-Rundfunkgebühren sind "kontraproduktiv"

10.08.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat Überlegungen der Bundesregierung kritisiert, Gebühren für die Nutzung von Rundfunk und Fernsehen über das Internet einzuführen. In einem gestern verbreiteten Statement bezeichnet der Verband eine derartige Maßnahme als "kontraproduktiv". "Neue Abgaben für die Internet-Nutzung blockieren die Verbreitung der Informationstechniken", warnte BDI-Vertreter Carsten Kreklau. Nach Ansicht des Industrieverbandes sei die Bundesregierung mit der Erhebung von Internet-Gebühren von der notwendigen Reform der Medienordnung weit entfernt. Bundesfinanzminister Hans Eichel hatte am vergangenen Sonntag angeregt, dass Rundfunkgebühren auch die wachsende Zahl derjenigen Internet-Nutzer mit einbeziehen sollten, die ihre TV- und Radioprogramme über eine entsprechende PC-Karte empfangen. Derzeit müssen Haushalte in Deutschland

für jedes Fernsehgerät monatliche Gebühren in Höhe von 28,25 Mark sowie für jeden Radioapparat 9,45 Mark entrichten.