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BBC-Mitarbeiter wehren sich gegen Siemens-Übernahme

13.07.2004

Noch bevor der zwischen der britischen Fernsehanstalt BBC und Siemens Business Services (SBS) angestrebte Outsourcing-Vertrag unterzeichnet ist, steht der erste Ärger im Haus. Rund 80 Prozent der IT-Mitarbeiter, die bei einem Auslagerungsprojekt unter das SBS-Dach wechseln würden, sprachen sich für einen Streik aus. Sie werfen dem Münchner IT-Dienstleister vor, die Pensions-Bestimmungen zu missachten und sich Beschäftigungsgarantien zu verweigern.

Die Gewerkschaft fordert für die nächsten drei Jahre ein Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen, SBS bietet dagegen nur ein Jahr Schonfrist. Zudem möchte die Arbeitnehmervertretung erreichen, dass vorhandene Arbeitsverträge und -konditionen unangetastet bleiben sowie eine Gehaltssteigerungen von 2,5 Prozent über der Inflationsrate vereinbart wird. Beide Forderungen sollen für die Dauer von drei Jahren gelten. SBS wies die Ansprüche bereits zurück und legte stattdessen einen neuen Plan zur Altersversorge vor. Der Übergang im Rahmen des Outourcing-Vorhabens ist für den 1. September vorgesehen. Die Gewerkschaft monierte, man benötige mehr Zeit um die Differenzen mit Siemens auszuräumen. Vorerst hätten sich die Mitarbeiter für einen Arbeitskampf entschieden, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. (jha)