Zentrale und hochverfügbare IT

BayWa bringt Mission Critical und Industriestandards unter einen Hut

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Anzeige  Die BayWa hat die Großrechner für ihre SAP- und Non-SAP-Infrastruktur durch eine einheitliche Blade-Architektur auf Basis der HP Converged Infrastructure ersetzt. Das ermöglicht dem Agrarhandelskonzern die friedliche Koexistenz von Mission-Critical-Systemen und Standard-Servern, die sich mit einer Management-Konsole zentral administrieren lassen.
Sorgt bei der BayWa auf der Basis für IT-Wachstum "auch über 2013 hinaus“: Hans-Gunter Weber von RI-Solution.
Sorgt bei der BayWa auf der Basis für IT-Wachstum "auch über 2013 hinaus“: Hans-Gunter Weber von RI-Solution.
Foto: Baywa

Der Handelskonzern BayWa versorgt mit seiner zentralisierten IT-Landschaft insgesamt 1.300 Vertriebsstandorte in elf europäischen Ländern mit Rechenleistung, Netzwerkservice und Storage. Den größten Umsatz erzielt der Konzern mit Produkten aus Land- und Ernährungswirtschaft. Zu den Wachstumsbereichen gehört aber auch der Sektor Erneuerbare Energien.

Vor drei Jahren, 2008, standen bei der IT-Tochter des BayWa-Konzerns, RI-Solution, strategische Entscheidungen an: Das um die Jahrtausendwende eingeführte SAP-Warenwirtschaftssystem entsprach nicht mehr den Anforderungen des Business und hatte zudem in Form einer virtualisierten Unix-Host-Architektur die Altersgrenze erreicht. Diesen Ausgangspunkt nutzte RI-Solution für einen großen Wurf: Die gesamte Systeminfrastruktur wurde damals neu ausgeschrieben, um der BayWa anschließend bis mindestens 2013 eine hochverfügbare, ausfallsichere und leistungsfähige Infrastruktur bieten zu können.

Sorgen bei der BayWa für ausreichend skalierbare Rechenpower in der Converged Infrastructure: Blade-Systeme von HP.
Sorgen bei der BayWa für ausreichend skalierbare Rechenpower in der Converged Infrastructure: Blade-Systeme von HP.
Foto: Hewlett-Packard Development Company, L.P.

Im Zuge der Migration des Alt- auf ein Bladesystem von HP vollzog das Unternehmen zugleich einen Strategiewechsel: Statt auf eine Multi-Vendor-Strategie, die faktisch aus zwei Anbietern bestand, arbeitet die BayWa nun mit nur einem Dienstleister: HP. Der Technologiekonzern gehörte bereits vor dem Großprojekt zu den Partnern der BayWa-Tochter RI Solution. HP versorgte dabei aber vor allem den Non-SAP-Bereich der BayWa mit ProLiant-Servern. Im Zuge des Migrationsprojekts setzt die BayWa nun aber auch in der SAP-Umgebung auf HP-Technologie: Aus der Integrity-Baureihe arbeiten bei RI Solution nun im Auftrag der BayWa 41 Blades und zwei Superdomes 2 unter HP-UX, auf denen das SAP-ERP-System läuft. Zusammen bieten diese Rechner eine Performance von 550.000 SAPS (SAP Application Standard). SAPS ist eine plattformunabhängige Einheit, mit der die Leistungsfähigkeit von SAP-Installationen angegeben wird. HP liefert außerdem sechs HP Storage Works Enterprise Virtual Array (EVA)-Systeme. Mit HP Data Protector, zwei Virtual Library Systems (VLS) und zwei Enterprise Storage Libraries (ESL) löst HP schließlich auch die vorhandene Backup-Infrastruktur ab.

Mit dem Umstieg auf die HP-Server entschied man sich bei der BayWa für eine Scale-Out-Architektur und das HP-Konzept Converged Infrastructure. Die bisherige Trennung der Unix- und Standard-Server-Welt wurde mithilfe einer einheitlichen Blade-Architektur aufgehoben. Die gesamte Infrastruktur, sowohl bei den SAP- als auch bei den Non-SAP-Systemen, wird jetzt mit einer einzigen Management-Konsole überwacht und gesteuert.