Zusammenarbeit

Bayern und Baden-Württemberg schließen IuK-Pakt

Heinrich Vaske ist Chefredakteur der COMPUTERWOCHE und verantwortlich im Sinne des Presserechts (v.i.S.d.P.). Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung der Computerwoche - im Web und in der Zeitschrift. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte der COMPUTERWOCHE und moderiert Veranstaltungen. Weitere Interessen: der SV Werder Bremen, Doppelkopf und Bücher - etwa die von P.G. Woodhouse.
Die südlichen Bundesländer seien die Innovationszentren Deutschlands, sagte der bayerische Finanzstaatssekretär und IT-Beauftragte Franz-Josef Pschierer - und unterzeichnete einen Vertrag für eine enge Zusammenarbeit mit dem Nachbarn Baden-Württemberg.

Von der Kooperation in Sachen Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) versprechen sich Pschierer und sein badenwürttembergischer Amtskollege Herbert Zinell Synergien vor allem in den Bereichen IT-Sicherheit, Cloud Computing für die Verwaltung sowie Personalentwicklung.

Sucht den Schulterschluss mit Baden-Württemberg: Bayerns IT-Beaufragter Pschierer.
Sucht den Schulterschluss mit Baden-Württemberg: Bayerns IT-Beaufragter Pschierer.
Foto: Joachim Wendler

Träger der Kooperation sind die großen Rechenzentren: in Bayern das Rechenzentrum-Nord im Landesamt für Steuern sowie das Rechenzentrum-Süd im Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung. Auf Seiten Baden-Württembergs beteiligen sich das Informatikzentrum Landesverwaltung Baden-Württemberg (IZLBW) und das Landeszentrum für Datenverarbeitung (LZfD). Die vier Rechenzentren erbringen mit insgesamt rund 1.400 Mitarbeitern und einer Finanzierung von zirka 250 Millionen Euro pro Jahr IT-Dienstleistungen für die staatlichen Verwaltungen der beiden Länder.

Gemeinsam Ressourcen nutzen, Parallelarbeit vermeiden

Die nicht näher beschriebene Zusammenarbeit soll dafür sorgen, dass die Rechenzentren Ressourcen gemeinsam effizienter einsetzen und sich austauschen, um kostspielige Parallelentwicklungen zu vermeiden. Eine gemeinsame Vorgehensweise stelle sicher, dass die Prozesse der Partner zusammenpassten. Damit könnten auch die Ebenen-übergreifenden Prozesse mit Bund, Ländern und Kommunen beispielhaft vorangebracht werden, zeigte sich Zinell optimistisch.

Die Länder wollen auch gemeinsam für einen verlässlichen und zukunftsfähigen Rechtsrahmen für ihre E-Government-Aktivitäten sorgen. Die Repräsentanten betonten die Notwendigkeit, das am 7. Juni 2013 vom Bundesrat gebilligte E-Government-Gesetz konsequent in Ländergesetze umzusetzen. "Auch auf Länder- und kommunaler Ebene brauchen wir reduzierte Schriftformerfordernisse und eine sichere und verlässliche digitale Unterschrift", sagte Pschierer. Aufgrund ähnlicher Verwaltungsstrukturen wollen sich laut Zinell Bayern und Baden Württemberg bei der Landesgesetzgebung abstimmen und die Kommunen hierbei eng einbinden. (hv)