IT-Infrastruktur-Outsourcing

Bayerisches Staatsministerium lagert an Unisys aus

Sabine Prehl ist freie Journalistin und lebt in München.
Der IT-Dienstleister Unisys soll die IT-Infrastruktur des Ministeriums modernisieren und betreiben.

Unisys Deutschland hat eine europaweite Ausschreibung des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (StMJV) gewonnen. Der Outsourcing-Vertrag umasst die Modernisierung und den Betrieb der gesamten IT-Infrastruktur des Ministeriums. Er gilt für drei Jahre und sieht optional zwei Verlängerungen um jeweils ein Jahr vor.

Im Rahmen des Vertrags wird Unisys die vorhandenen PCs und Drucker durch leistungsfähigere Geräte ablösen und Maßnahmen zur Verbesserung der Server- und Netzleistung ergreifen. Geplant ist auch der Einsatz von Virtualisierungstechiken, die zu einer besseren Verwaltung der Speicherkapazitäten sowie zu schnelleren und effizienteren Prozessen beitragen sollen. Die Modernisierungen entsprechen Standards wie Itil (IT Infrastructure Library) und ISO-Anforderungen. Sie sollen das Ministerium dabei unterstützen, Risiken zu minimieren, die Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur zu verbessern und Kosten sowie Energieverbrauch zu senken.

Mit dem neuen Vertrag verlängert das StMJV die Zusammenarbeit mit Unisys, die 2002 begann. Seither hat der IT-Dienstleister für das Ministerium eine IT-Infrastruktur mit entsprechenden Services an mehr als 200 Standorten aufgebaut, rund 14.400 Arbeitsplätze modernisiert und 78 dezentrale Server-Zentren eingerichtet. Nach den Worten von Ministerialrat Walther Bredl, Leiter des IuK-Referats im Bayerischen StMJV, wachsen die Anforderungen an die Justiz "täglich". Dadurch seien kontinuierliche Verbesserungen der IT-Infrastruktur notwendig. Unisys wird auch künftig das E-Mail-Management und den Netzwerkbetrieb in jedem Büro des Ministeriums sowie bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften verantworten. (sp)