Neuorientierung

Bayer Business Services konzentriert sich auf das Inhouse-Geschäft

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Die Servicetochter des Pharmariesen will künftig von der Akquise externer Dienstleistungsaufträge absehen.
Daniel Hartert, Group CIO, Bayer AG
Daniel Hartert, Group CIO, Bayer AG
Foto: Bayer Business Service

Daniel Hartert ist längst aus dem Schatten seines Vorgängers Andreas Resch herausgetreten. Der neue Group CIO des Bayer-Konzerns und Chef von Bayer Business Services (BBS) profilierte sich auf der diesjährigen "Handelsblatt"-Konferenz "Strategisches IT-Management" mit einem Vortrag zum Thema "Transformation des IT-Service-Modells zum BPO-Service-Modell".

Auf diesem Weg seien die externen IT-Anbieter in den vergangenen Jahren vorausgegangen, erläuterte Hartert auf der von Euroforum ausgerichteten Tagung: Seit Mitte der 90er Jahre hätten sie sich mehr und mehr von der IT-Produktion über die Erbringung IT-basierender Business-Services bis zur Übernahme des Business-Process-Outsourcing (BPO) entwickelt.

Existierende Kunden werden weiter bedient

BBS hat sich längst angeschickt, diese Entwicklung nachzuvollziehen: Die als IT-Gesellschaft gestartete Dienstleistungstochter verantwortet, so Hartert, heute beinahe alles, was im Bayer-Konzern nicht spezifisch für das jeweilige Geschäft ist. Das bedeute allerdings nicht, dass sie auch in jedem Fall das Doing übernehme.

Im Zuge der Orientierung in Richtung auf integrierte Dienstleistungen und Consulting will sich BBS künftig stärker auf das Inhouse-Geschäft konzentrieren. "Wir haben die Entscheidung getroffen, keine weiteren Aktivitäten im externen Markt zu unternehmen", teilte Hartert mit. Die existierenden Kunden - darunter die Bayer-Ausgründung Lanxess, die Bundeswehr und der Mannheimer Energieversorger MVV - würden jedoch weiter bedient.