Web

 

BAWe: Keine falschen Ad-hocs von SAP

02.01.2002
0

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BAWe) hat sein seit Juli vergangenen Jahres anhängiges Prüfverfahren gegen die SAP AG wegen möglicher Verletzung der Ad-hoc-Mitteilungspflicht eingestellt. Es sein kein Verstoß gegen die Vorschriften festgestellt worden, erklärte eine Sprecherin der Behörde gegenüber der Agentur "vwd".

Stein des Anstoßes war die Halbjahresmeldung des Walldorfer Konzerns. Darin fand sich nur in einer Fußnote ein Verweis auf die möglichen Auswirkungen eines Rekordverlusts beim B2B-Softwareanbieter Commerce One, an dem SAP seit Ende Juni vergangenen Jahres 20 Prozent hält. Damit musste der Fehlbetrag nach US-GAAP (Generally Approved Accounting Principles) auch rückwirkend anteilig ausgewiesen werden. Dies holte SAP erst später nach (Computerwoche online berichtete) und reduzierte dabei sein Finanzergebnis um 93 Millionen Euro. (tc)