Ergebnisse CW-Umfrage
Baustelle Daten-Management
Seit rund einem Jahr geistert der Begriff Big Data durch die weltweite IT-Szene. Immerhin mehr als ein Drittel der über 100 von der Computerwoche befragten IT-Entscheider und Spezialisten können mit diesem Schlagwort wenig beziehungsweise gar nichts anfangen. Gut jeder Dritte glaubt, eine Vorstellung davon zu haben, was mit Big Data gemeint sein könnte, und knapp 30 Prozent geben an, den Begriff voll und ganz zu verstehen. Damit wird deutlich, dass auf Seiten der Anwender durchaus noch Aufklärungsbedarf rund um die Big Data sowie die damit verbundenen Konsequenzen und Her-ausforderungen besteht.
Die Computerwoche hat ihre Leser Ende Oktober und Anfang November online zum Thema Big Data und eventuellem Handlungsbedarf befragt.
Die Datenmenge
Dabei hat sich gezeigt, dass viele Unternehmen die Notwendigkeit sehen, die Initiative zu ergreifen. Einig waren sich fast alle Befragten darin, dass das im Unternehmen zu verarbeitende Datenvolumen in den zurückliegenden zwölf Monaten deutlich zugenommen hat. Rund die Hälfte spricht von "sehr stark" und "stark" wachsenden Datenmengen.
Während die IT-Spezialisten die Veränderungen und den Trend offenbar gut einschätzen können, müssen viele bei der Frage nach der konkreten Datenmenge passen. Rund 13 Prozent sagen, sie hätten keinen beziehungsweise nur einen sehr ungenauen Überblick über diese Größe. Fast die Hälfte der Befragten gab an, sie könnten die Menge nur ungefähr oder ungenau abschätzen, und lediglich vier von zehn Teilnehmern behaupteten, das Volumen genau beziffern zu können.
COMPUTERWOCHE Events

Big Data 2012, 26./27. September 2012, Offenbach
Creating Value from Data
Mehr Daten – höhere Geschwindigkeit – bessere Qualität – erfolgreicheres Business
Hinsichtlich der Datenqualität haben etliche Unternehmen noch Hausaufgaben zu erledigen. Zwar gaben sich fast drei von vier Befragten in diesem Fach die Note gut, für die optimale Unterstützung des Business reicht dies aber offenbar nicht aus. Die Hälfte der Teilnehmer räumte ein, dass ihr Geschäft mehr oder weniger stark unter einer schlechten Datenqualität leidet. Sorgenkinder in dieser Kategorie sind vor allem Kunden- und Vertriebsdaten.
Das Daten-Management
Das richtige Handling der Daten ist aus Sicht vieler Unternehmen alles andere als trivial. Mehr als zwei Drittel der Befragten charakterisierten den damit verbundenen Aufwand als eher groß (42 Prozent), groß (20 Prozent) beziehungsweise sehr groß (fünf Prozent). Erschwerend kommt hinzu, dass mehr als die Hälfte den Handlungsbedarf des eigenen Unternehmens an dieser Stelle als hoch einstuft. Rund ein Drittel bezeichnet die Notwendigkeit, in diesem Bereich etwas zu unternehmen, als durchschnittlich, etwa sechs Prozent als gering. Am meisten Kopfzerbrechen bereitet den IT-Verantwortlichen die Sicherstellung der Datenqualität. Ebenfalls weit vorne auf der Skala der Problemdisziplinen im Daten-Management liegen Aspekte wie eine bessere Nutzung der Daten für Geschäftsprozesse, die Daten so aufzubereiten, dass damit Entscheidungen besser unterstützt werden können, sowie eine bessere Unterscheidung von relevanten und nicht relevanten Informationen. Dagegen scheinen IT-Entscheider die Aufgaben rund um das Speichern sowie die Sicherheit und regelkonforme Ablage der Informationen im Griff zu haben.
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