Basic ohne Grenzen

Schulze ist freier Autor der Website CIO.de und dem CIO-Magazin.
Plattformunabhängigkeit ist seit jeher der Traum aller Softwareentwickler.

Wer sie komfortabel in Basic verwirklichen will, sollte einen Blick auf die Entwicklungsumgebung "Realbasic 2006" von Real Software werfen. Realbasic 2006 arbeitet gleichermaßen unter Windows, Linux und MacOS.

Realbasic erinnert auf den ersten Blick an das "Visual-Basic-Studio" von Microsoft. Die verwendete Programmiersprache ist eine modernisierte, objektorientierte Variante des altbekannten Basic. Ein Drag-und-Drop-Editor baut grafische Oberflächen per Mausklick. Die mitgelieferte Sammlung ist üppig genug, um ansprechende Anwendungen damit zu bauen. Auch alle weiteren Merkmale, die man von einem aktuellen Entwicklungswerkzeug erwartet, sind vorhanden: Realbasic beherrscht zum Beispiel das Syntax-Highlighting, also das farbige Hervorheben bestimmter Schlüsselworte der Programmiersprache. Ferner werden Codes automatisch vervollständigt. Wer in Basic nicht völlig sattelfest ist, kann auf eine ausführliche Syntax-Hilfe zurückgreifen.

Kenner von Visual Basic sollten kaum Probleme beim Umstieg haben. Da die Keywords gleich sind, hält sich auch der Portierungsaufwand in Grenzen. Somit ist Realbasic auch für Anwender interessant, die noch älteren VB-Code im Einsatz haben, der sich mit Visual Studio für .NET nicht mehr ausführen lässt.

Die Standard-Version, die nur Code für die Plattform erzeugen kann, auf der sie selbst läuft, kostet rund 100 Dollar. Wer Cross-Plattform kompilieren möchte, muss zur Professional-Variante für 500 Dollar greifen. Linux-User bekommen eine kostenlose Standard-Edition der Software.

CW-Fazit

Realbasic 6 ist leicht zu bedienen, bietet zahlreiche Funktionen und läuft auf den wichtigsten Betriebssystemen. Wer nicht gerade Cross-Platform kompilieren möchte, bekommt ein preiswertes Tool.