Linux- und open-Source-Rückblick für KW 39

Bash ShellShock macht unzählige Systeme verwundbar

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
Der Aufreger der Woche war ein Fehler in der GNU Bourne Again Shell (Bash). Bash ShellShock hat man die Security-Lücke getauft, die unzählige Systeme angreifbar macht.

Die COMPUTERWOCHE zeigt die wichtigsten Informationen zu Linux und Open-Source in Kalenderwoche 39. LibreOffice wird Vier.

GNOME 3.14 ist ausgegeben. Univention Corporate Server unterstützt Universitäten in Afghanistan.

Security-Lücke Bash ShellShock

Ein Bug in der Kommandozeilen-Umgebung Bash hat für mächtig Wirbel gesorgt. Bei vielen Linux-Systemen ist die Bash Standard, wenn Sie zum Beispiel ein Terminal öffnen. Aber auch UNIX-Systeme und Mac OS X sind betroffen. Die Security-Lücke wird als besonders schwer eingestuft und liegt darin, wie die Bash Umgebungs-Variablen behandelt.

Bash ShellShock macht unzählige Systeme verwundbar
Bash ShellShock macht unzählige Systeme verwundbar
Foto: WaveBreakMediaMicro, Fotolia.com

Sollte ein Programm mit der Bash kommunizieren, lässt sich sich Sicherheitslücke ausnutzen. Somit kann es unter bestimmten Umständen auch vorkommen, dass sich Web-Anfragen, Telnet und SSH für Angriffe ausnutzen lassen.

Betroffen sind Bash 1.14 bis 4.3. Viele Linux-Distributoren haben bereits aktualisierte Pakete ausgegeben. Wenn Sie auf die Schnelle testen möchten, ob Ihr System anfällig ist, finden Sie hier Hinweise dazu.

Happy Birthday! LibreOffice wird vier Jahre alt

The Document Foundation feiert am Sonntag den 28. September 2014 den vierten Geburtstag von LibreOffice. Die Statistiken sind beeindruckend, was dieses Open-Source-Projekt binnen vier Jahren auf die Beine gestellt hat.

Über 800 Entwickler haben zum Erfolg von LibreOffice beigetragen. Weiterhin haben Menschen um den Erdball verteilt die Software fast 100 Millionen Mal heruntergeladen. Die freie Bürosoftware-Sammlung ist in über 100 Sprachen verfügbar.

Happy Birthday, LibreOffice!

Weiterhin haben die Entwickler in der vergangenen Woche LibreOffice 4.3.2 ausgegeben. Es handelt sich um eine Wartungs-Version, die wie üblich für Linux, Mac OS X und Windows verfügbar ist. Laut eigenen Angaben soll sich die Interoperabilität mit Microsoft-Office-Formaten (DOCX, XLSX und PPTX) verbessert haben.

Desktop-Umgebung GNOME 3.14 steht bereit

Die Entwickler von GNOME haben Version 3.14 zur Verfügung gestellt. Lauteigenen Angabengibt es viele neue Funktionen und Verbesserungen. Unter anderen sind die Bereiche Multitouch und gemeinsames Nutzen von Dateien (Sharing) betroffen.

Weiterhin wurden die Anwendungen hinsichtlich Wetter, Karten, PDF-Betrachter und virtuelle Maschinen überarbeitet.

Außerdem ist die Unterstützung für Wayland so weit fortgeschritten, dass man die Kombination bereits gut einsetzen kann.

Wenn Sie GNOME 3.14 einfach testen möchten, können Sie ein auf Fedora basierendesLive-Abbild herunterladen.

GNOME 3.16 ist schon in Arbeit und soll im März 2015 das Licht der Welt erblicken.

Univention Corporate Server (UCS) in afghanischen Data Centern

Das ZiiK (Zentrum für internationale und interkulturelle Kommunikation) unterstützt bereits seit dem Jahre 2002 afghanische Universitäten. Bisher wurden bereits über 4500 Fachkräfte, Mitarbeiter und Lehrkräfte im Umgang mit Computern geschult. Das zuletzt eingerichetet Data Center der Universität in Kandahar wurde komplett mittels UCS realisiert. Nun sollen auch noch vier weitere vom ZiiK eingerichtete Data Center auf Univention Corporate Server umgestellt werden. Bis Ende 2015 möchte man diesen Vorsatz realisieren.