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Baltimore: Wir verkaufen nicht, wir restrukturieren

16.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der in finanzielle Bedrängnis geratene irische Internet-Sicherheitsspezialist Baltimore Technologies hat gestern erklärt, er befinde sich nicht in fortgeschrittenen Übernahmeverhandlungen. Zuvor waren mehrfach Gerücht aufgetaucht, es hätten unter anderem die US-Anbieter Computer Associates (CA) und Network Associates Interesse an einem Kauf. Baltimore hatte in der vergangenen Woche den Rücktritt von CEO (Chief Executive Officer) Fran Rooney bekannt gegeben und das Übernahmeangebot der kleinen Lizenzierungs-Company Chantilley abgelehnt.

"Auch wenn der Vorstand alle Möglichkeiten prüft, die im Interesse unserer Aktionäre liegen, konzentrieren wir uns zurzeit schwerpunktmäßig auf einen Restrukturierungsplan", erklärte Baltimore am Sonntag. Die Company hatte im vergangenen Jahr drei Gewinnwarnungen veröffentlicht; ihre Marktkapitalsierung fiel von einstmals umgerechnet 16,3 Milliarden Mark auf 1,15 Milliarden Mark. Analysten vermuten, dass ohne fremde Hilfe die Bargeldreserven nicht ausreichen, um das Unternehmen bis zum geplanten Break-even im Jahr 2003 zu retten.