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Bahn: Onlinegeschäft wird immer wichtiger

08.02.2006
Seit Einführung des Online-Fahrkartenverkaufs im Jahr 1999 hat die Deutsche Bahn über den "neuen" Vertriebskanal inzwischen eine Milliarde Euro umgesetzt.

Allein im vergangenen Jahr seien über www.bahn.de 440 Millionen Euro erlöst worden, erklärte der verantwortliche Manager Reinhold Pohl. Für dieses Jahr strebe die Bahn mindestens 25 Prozent Wachstum an, deutlich mehr als die für den europäischen Online-Reisemarkt erwarteten durchschnittlich 14 Prozent.

Das Internet ist für die Bahn der günstigste Vertriebsweg. Im Fernverkehr wurden 2005 bereits 13 Prozent der Fahrscheine im Netz verkauft (2004: neun Prozent). Im Personenverkehr insgesamt stieg der Online-Anteil von 2004 bis 2005 von fünf auf acht Prozent. Gleichzeitig sank der Anteil der 450 Reisezentren von 44 auf 38 Prozent; über Automaten wurden 22 (19) Prozent erlöst und über Reisagenturen 21 (22) Prozent.

Den Online-Anteil des Vertriebs möchte die Bahn in drei bis fünf Jahren auf 20 bis 25 Prozent steigern, sagte Pohl dem "Handelsblatt". Es gebe aber deswegen keine Pläne für eine merkliche Reduzierung der Reisezentren.

Ticketfälschungen beim Internet-Verkauf kommen nach Angaben des Bahn-Managers übrigens so gut wie gar nicht vor: "Die Missbrauchsquote liegt unter drei Promille." (tc)