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BA sieht VAM als sinnvolle Ergänzung zu privaten Jobbörsen

03.09.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Bundesanstalt für Arbeit (BA) hat mit einer Stellungnahme auf den gestrigen Alternativvorschlag von vier großen kommerziellen Jobbörsen (Computerwoche online berichtete) zum für Dezember geplanten "virtuellen Arbeitsmarkt" (VAM) reagiert. Man verstehe das neue Serviceportal als "sinnvolle Ergänzung", die für deutlich mehr Transparenz auf dem Arbeitsmarkt sorgen werde, heißt es. Die BA stehe Kooperationen mit den Online-Stellenmärkten von Zeitungen und Zeitschriften sowie den insgesamt rund 400 Internet-Jobbörsen "weiterhin aufgeschlossen gegenüber".

Allerdings, so die BA, habe die Behörde den gesetzlichen Auftrag, ihr Dienstleistungsangebot nicht nur auf arbeitslose Bewerber mit geringen Qualifikationen zu beschränken, sondern müsse sich auch um besonders qualifizierte Arbeitnehmer sowie die Arbeitgeber kümmern. Nachdem sich seit Mitte des Jahres Arbeitnehmer bereits nach Erhalt einer Kündigung beim zuständigen Arbeitsamt melden müssten, nähmen verstärkt Bürger die Dienste der Arbeitsämter (einschließlich online) in Anspruch, die zwar gekündigt seien, aber noch in Beschäftigung stünden.

Der kommende virtuelle Arbeitsmarkt enthalte eine zentrale Plattform mit unterschiedlichen Zugriffsberechtigungen für alle am Arbeitsmarktgeschehen beteiligten Personengruppen. Ziel sei es, den Arbeitsmarkt mit neuen Internet-Technologien transparent zu machen, Arbeitslosigkeit zu vermeiden, die Vermittlung zu beschleunigen und die Dauer von Arbeitslosigkeit zu verkürzen. Dazu wolle die BA das Know-how ihrer Arbeitsmarktpartner - zum Beispiel kommerzieller Jobbörsen - nutzen und sie in das neue Online-Dienstleistungsangebot einbinden. (tc)