Fritz!Box-Hersteller

AVM klagt über Bundesnetzagentur-Haltung zu Routerzwang

Thomas Cloer
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AVM aus Moabit, Hersteller der populären "Fritz!Box"-Router, ist sauer auf die Bundesnetzagentur.
Viele Verfahren und Leistungen aktueller Fritz!Boxen gäbe es mit Routerzwang schon heute nicht, sagt Hersteller AVM.
Viele Verfahren und Leistungen aktueller Fritz!Boxen gäbe es mit Routerzwang schon heute nicht, sagt Hersteller AVM.
Foto: AVM

Und zwar deswegen, weil die Bundesnetzagentur nicht einschreiten will, wenn bestimmte Netzbetreiber ausschließlich den von ihnen vorgegebenen Router am Breitbandanschluss des Anwenders zulassen oder dem Kunden bestimmte Kennwörter, beispielsweise für Sprachdienste, vorenthalten. Entsprechende Aussagen der Behörde finden sich einer Mitteilung von AVM zufolge in Antworten an einzelne Verbraucher, die sich über derartige Einschränkungen beschwert hatten.

Die Kernfrage, was beim Kunden ein Endgerät im Sinne des Gesetzes über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (FTEG) sei, überlasse die Bundesnetzagentur so der willkürlichen Definition der Netzbetreiber. Aus Sicht von AVM verlieren Verbraucher kurzfristig die Möglichkeit, ein Endgerät nach ihren Ansprüchen auszuwählen; langfristig verhindere der Routerzwang Innovation, da es keinen Wettbewerb um das beste Endgerät mehr gebe.

AVM, das natürlich auch künftig weiter so viele Fritz!Boxen wie möglich an den Kunden bringen möchte (nicht nur über Netzbetreiber-Bundles, sondern auch im Handel), sieht im FTEG die Schnittstelle zwischen Netz und Endgerät so definiert, dass Kunden die freie Auswahl bei Endgeräten haben. Umgekehrt verpflichte das Gesetz Netzbetreiber, ihre Schnittstellen so offenzulegen, dass Hersteller im freien Wettbewerb entsprechende Geräte anbieten können. Die Bundesnetzagentur sollte an dieser Stelle Verbraucher und Marktteilnehmer ernst nehmen und eine freie Wahl des Endgerätes ermöglichen, finden die Berliner.

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JoHahn
Das ist für die betreffenden Netzbetreiber und ihre Zulieferer eine willkommene Gelegenheit, ihren veralteten Schrott aus dem Keller zu bekommen. Den müssten sie sonst nämlich teuer entsorgen.

FSpanier
Da kann ich mich nur voll und ganz hinter AVM stellen. Hier ist der Gesetzgeber gefordert.

stefan
ich bin seit 25 jahren noch telekom kunde, ich habe in 5 jahren 7 mal den speedport von der telekom wechseln müssen weil wegen defekt. habe nun seit 4 jahren eine fritzbox von avm und bisher noch kein technischen defekt, zu dem mag ich die office tools zb virtuelles fax. wenn jetzt die router bindung kommt werde ich zu dem anbieter wechseln die die router von avm zulassen !!!!

da_realneo
Da gebe ich AVM recht. Die Kunden sollen selbst entscheiden können welche Geräte sie benutzen möchten. Leider ist es oft so, dass die Geräte der Netzbetreiber unkomfortabel und nicht mehr "state of the art" sind aber die Kunden diese benutzen müssen da entweder der Aufwand zu gross wäre oder es schlicht nicht möglich ist selbst ein Gerät auszusuchen.

René Schröder
Wird ja auch Zeit!!

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