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Avaya verhilft Notes zu Unified Messaging

06.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM und der Lucent-Spinoff Avaya haben gestern eine strategische Kooperation angekündigt. In deren Rahmen wird Avaya die Lotus-Groupware Notes/Domino mit (längst überfälligen) Unified-Messaging-Fähigkeiten aufwerten. Für Microsofts Exchange bietet die Company ihren "Unified Messenger" bereits seit letztem Jahr an.

Beim Unified Messaging werden alle üblichen Formen der Kommunikation (E-Mail, Sprache, Fax) in einem gemeinsamen Postfach verwaltet und lassen sich von dort über unterschiedlichste Endgeräte abrufen - beispielsweise kann sich ein Nutzer E-Mails am Telefon vorlesen lassen oder umgekehrt Sprachnachrichten mit seinem PC abrufen. Die Avaya-Software wird - inklusive Fax-Server - zu diesem Zweck mit dem Messaging- und Application-Server von Domino integriert. Die Partner hoffen (reichlich optimistisch, zugegeben) auf diese Weise mehr als 90 Prozent des Unified-Messaging-Marktes zu erobern, dem Analysten für das Jahr 2005 ein Volumen von acht Milliarden Dollar vorhersagen. Das gemeinsame Produkt soll irgendwann im kommenden Jahr auf den Markt kommen.

Ferner vereinbarten IBM und Avaya eine Entwicklungszusammenarbeit in den Bereichen CRM, Web-basierter E-Commerce sowie Communications Management. Big Blues Division Global Services wird dazu Avayas Produkte und Dienstleistungen in Portfolio integrieren.