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Autonomy übernimmt nach Rekordquartal eTalk

21.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die auf Software zur Verwaltung unstrukturierter Daten spezialisierte britische Softwareschmiede Autonomy übernimmt für 70 Millionen Dollar die texanische eTalk, Anbieter von Contact-Center-Software. Autonomy mit Sitz im englischen Cambridge wies für sein Ende März abgeschlossenes Quartal einen um 113 Prozent auf 3,8 Millionen gesteigerten Vorsteuergewinn aus. Eine Steuerzahlung von 1,1 Millionen Dollar drückte allerdings das Nettoergebnis auf 2,7 Millionen Dollar, immer noch deutlich über den 1,5 Millionen Dollar aus dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Den Quartalsumsatz steigerte Autonomy dank "starken organischen Wachstums" um 13 Prozent auf 18,5 Millionen Dollar (Vorjahr: 16,4 Millionen Dollar). 52 Prozent davon stammten aus Europa, der Rest aus dem Geschäft in den USA und dem asiatisch-pazifischen Raum. Anfang des Monats hatte die Firma erklärt, die Einnahmen für das erste Quartal sollten "merklich über den Erwartungen des Marktes" sowie auch höher als die eigene Prognose von 16 bis 18 Millionen Dollar ausfallen.

Die liquiden Mittel zu Ende des Berichtszeitraums summierten sich auf 104,6 Millionen Dollar; dieser Wert dürfte aufgrund der Übernahme von eTalk im laufenden Quartal aber merklich sinken, auch wenn der Kaufpreis zum Teil in Aktien (10,8 Millionen Stammaktien im Gesamtwert von rund 40 Millionen Dollar) bezahlt werden soll. Die Transaktion soll im dritten Quartal abgeschlossen werden, beide Chefetagen sowie die eTalk-Aktionäre haben sie bereits abgesegnet.

eTalks Software analysiert die in Call-Centern geführten Gespräche und blendet auf den Bildschirmen der Agents Vorschläge für mögliche Antworten ein. Diese Lösungen sind in mehr als 1000 Contact-Centern in 40 Ländern weltweit installiert; auf der Kundenliste finden sich 35 der Fortune-100-Firmen. Im Geschäftsjahr 2004 verdiente eTalk auf Basis von 37,1 Millionen Dollar Umsatz netto 3,3 Millionen Dollar. (tc)