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Auslandsbelastungen und Abschreibungen verhageln T-Online-Bilanz 2001

21.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - T-Online hat seine Bilanz für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2001 veröffentlicht. Darin weist die Internet-Tochter der Deutschen Telekom einen Nettoverlust von 796,8 Millionen Euro aus nach 389,7 Millionen Euro im Vorjahr. Auch das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag mit minus 821,2 Millionen Euro deutlich unter dem des Vorjahres (minus 259,1 Millionen Euro). Als Gründe nannte T-Online Belastungen durch Auslandsbeteiligungen und Abschreibungen von 281 Millionen Euro zur Risikovorsorge der Comdirect Bank. Immerhin: Den Umsatz konnte das Unternehmen von 797,2 Millionen Euro im Vorjahr um 43 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro steigern.

T-Online-Chef Thomas Holtrop bezeichnete 2001 als "Jahr der Konsolidierung". Nach Abschaffung der analogen Flatrate hatte sein Unternehmen zumindest in Deutschland im dritten Quartal (ein halbes Jahr früher als geplant) den Breakeven erreicht. Beobachter fragen sich allerdings, ob Holtrops erklärte Absicht aufgehen kann, T-Online mit Bezahlinhalten zu sanieren. Bis 2003 will Holtrop 30 Prozent der Einnahmen im Portalgeschäft erwirtschaften (bislang: 15 Prozent). (tc)