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Ausgabe neuer Aktien verschreckt KPN-Anleger

22.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Pläne des niederländischen Carriers KPN, eine neue Aktientranche im Wert von fünf Milliarden Euro an die Börse zu bringen, stieß auf Ablehnung bei den Anlegern: Das KPN-Papier sank am gestrigen Mittwoch um 17 Prozent auf 4,99 Euro. Die Aktionäre befürchten offenbar eine Verwässerung ihrer Firmenanteile. Der erneute Börsengang von KPN soll den angehäuften Schuldenberg von 22,3 Milliarden Euro reduzieren helfen. Zudem will die TK-Gesellschaft im Januar Abschreibungen von neun bis elf Milliarden Euro auf ihre deutsche Mobilfunktochter E-Plus vornehmen. Der Erwerb dieses Unternehmens sowie der kostspieligen UMTS-Lizenzen ließen die KPN-Schulden, die 1999 noch 4,2 Milliarden Euro betrugen, explodieren. Im kommenden Jahr will der Konzern seine Schulden durch eine Reduzierung der Kapitalinvestitionen sowie den Verkauf von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Sparten auf

14 Milliarden Euro senken.

Zudem veröffentlichte KPN seine Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal. Der Nettoverlust betrug 231 Millionen Euro. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatten die Niederländer noch ein Plus von 1,95 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) stieg hingegen um 19,1 Prozent auf 921 Millionen Euro. Der Umsatz konnte um 13 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro zulegen. Für das gesamte Geschäftsjahr 2001 rechnet KPN mit einem Umsatzwachstum von zwölf Prozent. (ka)