Umfirmierung beschlossen

Aus France Télécom wird offiziell Orange

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Auf der Jahreshauptversammlung von France Télécom stimmten mehr als 99 Prozent für den Namenswechsel in Orange. Die Umbenennung soll schon zum 1. Juli vollzogen werden und laut Firmenchef Stéphane Richard die globale Ausrichtung der Company und die Abkehr vom reinen TK-Geschäft unterstreichen.
Ideal: Orange gehört zu den wenigen Worten, die im Englischen und Französischen gleich geschrieben werden.
Ideal: Orange gehört zu den wenigen Worten, die im Englischen und Französischen gleich geschrieben werden.
Foto: Orange

Zyniker könnten behaupten, die größte Überraschung an der Meldung sei, dass France Télécom noch nicht schon längst unter dem Markennamen auftritt. Immerhin ist das Unternehmen doch bei einem Großteil seiner weltweiten Kunden, laut Website 230 Millionen, davon 172 Million Mobilfunkabonnenten und 15 Million Breitbandnutzer, ohnehin als Orange bekannt. Bereits seit 2006 nutzt der TK-Anbieter die Markenbezeichnung für seine Dienstleistungen für Privat- und Geschäftskunden, den dazugehörigen britischen Mobilfunkbetreiber hatten die Franzosen schon sechs Jahre früher von Vodafone übernommen.

Dennoch war es für den ehemaligen Staatskonzern, an dem Frankreich nach wie vor mit 27 Prozent beteiligt ist, verständlicherweise nicht einfach, den Namen und damit seine Herkunft abzulegen. Doch über die Jahre hat sich die Situation deutlich verändert, das Unternehmen ist in weltweit 32 Ländern präsent und erwirtschaftet weniger als die Hälfte seiner Umsätze in Frankreich.

Auch wenn der Name Orange ursprünglich aus seinem Mobilfunkgeschäft in Großbritannien stammt, gibt es Spekulationen darüber, dass die Company ihre Beteiligung an dem Mobilfunk-Joint-Venture mit der Deutschen Telekom EE wieder abstößt. Offiziell äußerte sich Firmenchef Richard auf der Jahreshauptversammlung nur insoweit dazu, dass die beiden Partner einen Börsengang erwogen hätten. Eine endgültige Entscheidung über die Zukunft von EE sei jedoch noch nicht getroffen worden.