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Aus eins mach 64 - Lancom virtualisiert Router

14.09.2007
Von pte pte
Der Netzwerkspezialist Lancom hat mit "Advanced Routing and Forwarding" (ARF) eine neue Funktion für die hauseigenen Geräte präsentiert. ARF gibt es als kostenloses Systemupdate des Router-Betriebssystems LCOS und ermöglicht eine komplette Virtualisierung der Geräte. Je nach Gerät ist es nun möglich, in einem physikalischem Router zwei, acht oder bis zu 64 vollständig getrennte Netze zu betreiben.

Diese virtualisierten Umgebungen verfügen unter anderem über unabhängige eigene Schnittstellen, IP-Netze, VLANs, Routing-, Firewall- und QoS-Regeln, DHCP-Server und DNS-Einstellungen. Dadurch würden sich durch einen einzelnen Router eine Reihe von Einsatzszenarien ergeben, für die bisher mehrere dezidierte Geräte nötig waren. Als typisches Anwendungsgebiet nennt Lancom den Einsatz des Routers als zentrale Infrastruktur in Büroparks. Die virtuellen Router trennen die einzelnen Netzwerke von einander ab. Damit kann ein höheres Maß an Sicherheit erzielt werden. Des weiteren ist eine Trennung verschiedener Zugänge in ein Firmennetz zur Wartung von Telefonanlage oder Servern möglich.

Lancom richtet sich mit seinen Produkten auch an kleine und mittlere Unternehmen. Hier kann mit ARF beispielsweise das Produktivnetz von einem WLAN-Gastzugang getrennt werden. In Schulennetzwerken ist die Trennung von Lehrern und Schülern denkbar, im Home-Office wird das geschäftliche Netzwerk vom privaten LAN separiert. Problemlos möglich ist außerdem die Einrichtung eines kontrollierten Übergangs zwischen den virtuellen Routern über Firewall-Regeln. So können gemeinsame Ressourcen wie Server oder Drucker von mehreren Netzen aus genutzt werden. (pte)