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Kein Käufer gefunden

Aus auch für Schlecker-Onlineshop

06.08.2012
Der insolvente Drogerie-Onlineshop Schlecker Home Shopping in Deutschland und Österreich wird eingestellt.
Auch den Online-Laden von Schlecker will keiner haben.
Auch den Online-Laden von Schlecker will keiner haben.

"Trotz intensiver Bemühungen um den Verkauf hat kein Investor ein tragfähiges Angebot zur Übernahme des Onlineversandhandels mit Drogerieartikeln vorgelegt", ließ Insolvenzverwalter Patrick Wahren am Montag in Ehingen mitteilen. Daher sei er gezwungen, den Betrieb am 12. August einzustellen, hieß es weiter. Für die Schlecker Home Shopping GmbH hatte sich zuletzt auch Branchenprimus dm interessiert. Mit dem Aus fallen 100 Arbeitsplätze weg.

Die Abwicklung werde derzeit vorbereitet. Kundenbestellungen bis zum 12. August werden den Angaben nach bis zum 15. August noch ausgeliefert. Nach Informationen der "Lebensmittel Zeitung" hatte die Schlecker Home Shopping GmbH zuletzt Verluste in einstelliger Millionenhöhe geschrieben.

Ende Juni waren alle Schlecker-Filialen in Deutschland endgültig geschlossen worden, die Pleite kostete gut 25.000 Menschen den Job. Die Stilllegung ist auch für die Tochterfirma Schlecker XL für Ende August besiegelt, derzeit läuft der Ausverkauf. Auch an der XL-Tochter hatte dm Interesse bekundet. Der Chef der Drogeriekette, Erich Harsch, sagte der "Lebensmittel Zeitung" aber nun: "XL hält zumeist nicht, was der Name verspricht, deshalb haben wir lediglich an einer Handvoll Standorte Interesse. Was wir brauchen, sind große Flächen mit attraktiven Einzugsgebieten, also Doppel-XL."

Unterdessen läuft die Zerschlagung bei der ebenfalls insolventen Schlecker-Tochter IhrPlatz weiter. Von den 490 Filialen sind bereits mehr als 290 Märkte an verschiedene Investoren verkauft worden. (dpa/tc)