Großprojekt abgeschlossen

Augsburger Aktienbank wechselt das Kernbanksystem

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Die individuell entwickelte Lösung konnte den steigenden Anforderungen der Investment-Bank an Schnelligkeit und Flexibilität nicht mehr nachkommen.
Foto: Fotolia.de /G. Sanders
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Die Augsburger Aktienbank (AAB) hat das größte Projekt in der fast ein halbes Jahrhundert dauernden Geschichte des Unternehmens abgeschlossen. Sie migrierte ihre Kernbankanwendungen auf eine neue Lösung, die auf den Softwarekomponenten "Kordoba Core24" und "KGS" der Fidelity Information Services (FIS) Kordoba GmbH aus München basiert.

Das Vorhaben stand unter der Leitung der AAB-Aktionärin LVM Versicherung, die offenbar über mehr Projekterfahrung verfügt als die Augsburger Investment-Bank. Projektpartner war neben Fidelity auch die IBM. Sie steuerte ihr Know-how in den Phasen Analyse, Design, Implementierung und Test bei.

Die Entwicklungs- und Testphase dauerte rund zweieinhalb Jahre - von April 2008 bis November 2010. Es blieb laut IBM innerhalb des angestrebten Zeitrahmens. An einem Wochenende wurden kürzlich dann die archivierten und aktuellen Datenbestände von annähernd 200.000 Kunden sowie 23 Millionen Geld- und Wertpapierumsätzen in die neue IT-Landschaft übertragen.