Aufsichtsbehörde hebt Vertrag mit Perot auf

12.08.1988

WASHINGTON (IDG) - Die General Services Administration (GSA) der US-Regierung hat einen Beratervertrag aufgehoben, den der staatliche U.S. Postal Service mit der Perot Systems Corp. des früheren EDS-Chefs H. Ross Perot geschlossen hatte. Dieser Schritt wurde damit begründet, die Vergabe des Auftrags sei ohne Ausschreibung erfolgt und somit illegal.

Den Stein ins Rollen gebracht hatte ein Wettbewerber der Perot Systems Corp., nämlich seine Ex-Firma EDS. Eine Sprecherin des zum GM-Konzern gehörenden Unternehmens meinte, es habe nicht den geringsten Zweifel gegeben, daß der Vertrag weit jenseits der Legalität gewesen sei; deshalb habe die GSA der Beschwerde stattgeben müssen.

Aus der Stellungnahme der GSA: "... müssen wir davon ausgehen, daß sich sowohl Postal Service als auch Perot Systems völlig darüber im klaren waren, daß sie einen eindeutig illegalen Vertrag schlossen." Von Perot war keine Stellungnahme zu erhalten.