10 mobile Endgeräte pro Nutzer prognostiziert

Aufbruch in die "Mobile First"-Zukunft

Matthias Schorer leitet seit Januar 2013 die Strategieberatung VMware Accelerate TM Advisory Services für Zentral- und Osteuropa beim Virtualisierungs- und Cloud-Experte VMware.

Obwohl das Thema Mobilität die Unternehmen schon seit einiger Zeit beschäftigt, ist es nicht ganz einfach, der Geschäftsführung den Nutzen der Mobilität zu vermitteln. Die Mobilität der Daten kann die Kommunikation der Benutzer untereinander verbessern sowie die gemeinsame Nutzung und die Analyse dieser Daten beschleunigen. Für den CEO bedeutet dies in Bezug auf die Effizienz ein großes Steigerungspotenzial. Genau unter diesem Gesichtspunkt kann der CIO dem CEO die Wichtigkeit der Mobilität verdeutlichen.

Ein wichtiger Trend, der sich für 2015 und darüber hinaus abzeichnet, ist die Entwicklung hin zu einer "Mobile First"-Strategie. Dieser Trend spiegelt sich auch in einem IDC-Bericht wider, der davon ausgeht, dass bis zum Jahr 2017 IT-Organisationen mindestens 25 Prozent ihres Softwarebudgets für die Entwicklung, die Bereitstellung und die Verwaltung mobiler Anwendungen ausgeben werden und dass sich die Zahl der für Mobilgeräte optimierten Unternehmensanwendungen bis 2016 vervierfachen wird.

Es muss nicht immer der Schreibtisch im Unternehmen sein.
Es muss nicht immer der Schreibtisch im Unternehmen sein.
Foto: ArTo/Fotolia.com

Dennoch widmen Unternehmen diesem Thema nicht die hohe Aufmerksamkeit, die es verdient. Diese Zurückhaltung liegt teilweise an einem allgemein fehlenden Verständnis von Mobilitätsinitiativen und der Angst vor Worst-Case-Szenarien, wie etwa dem Verlust von kritischen Daten.
Es reicht nicht aus, die Führungskräfte mit iPads auszustatten oder den Vertriebsteams mit iPhones auch unterwegs den direkten Zugriff auf zum Beispiel Salesforce.com zu ermöglichen. Unternehmen müssen verinnerlichen, wie ihre Mitarbeiter arbeiten wollen - und müssen -, um ihre Produktivität zu steigern. Es geht darum zu verstehen, auf welche Daten die Mitarbeiter zugreifen müssen. Es geht darum, wie das Nutzungserlebnis verbessert werden kann, und darum zu begreifen, warum Mobilgeräte zur Bewältigung dieser Anforderungen und Herausforderungen unabdingbar sind. Ausgehend davon kann die Planung erfolgen, wie kritische Geschäftsdaten und Anwendungen auf mobilen Endgeräten, statt auf Desktops, zur Verfügung gestellt werden können und wie die richtigen Mitarbeiter Zugriff darauf erhalten, um ihre Arbeitsabläufe zu vereinfachen.

Das extrem schnelle Wachstum bei mobilen Geräten und Anwendungen hat die Erwartungen der Endbenutzer und das Management gravierend verändert. Dies führt zu Änderungen in der Arbeitsweise von Unternehmen. Die Erwartungen, die Mitarbeiter und Kunden an Unternehmen und ihre Betriebsmodelle haben, ändern sich ebenso wie die Rolle der IT. Wie können Unternehmen in diesen Zeiten des Wandels die Kontrolle zurückgewinnen und sich auf weitere neue Entwicklungen vorbereiten, die dem Markt bevorstehen?

Interoperabilität der vier großen Anbieter sicherstellen

Apple, Google, Samsung und Microsoft konzentrieren sich momentan sehr darauf, besser integrierte Lösungen für ihre eigenen Produktfamilien zu schaffen. Da die Endanwender weiterhin ihre bevorzugte Plattform wählen werden, müssen Unternehmen die Absicherung geschäftskritischer Anwendungen und Daten auf all diesen Plattformen gewährleisten.

Beispielsweise nutzen die meisten Firmenanwender heute einen Windows-Laptop, aber es gibt Tendenzen hin zu MacBooks mit OS X. Auf Telefonen hat sich hingegen iOS und Android etabliert.

Da Samsung mittlerweile immer mehr mobile Geräte, Fernsehgeräte und andere Haushaltsgeräte entwickelt, könnte sein Einfluss auf die Entwicklung des Internets der Dinge sehr groß sein. Wenn Verbraucher die Temperatur ihres Kühlschranks per Smartphone prüfen oder Fernsehprogramme von unterwegs per Tablet aufnehmen können, kann eine vergleichbare vernetzte Funktionsweise auch am Arbeitsplatz Einzug halten.
Beispielsweise könnte die Kommunikation zwischen Maschinen innerhalb einer Fertigungsstraße Produktivität und Effizienz im Herstellungs- und Automatisierungssektor deutlich steigern. Messungen der Kundenfrequenz oder der Interaktion mit bestimmten Produkten in einem Einzelhandelsgeschäft können wertvolle, handlungsrelevante Informationen für die Unternehmen liefern.

Consumerization der Unternehmens-App

Es ist zu erwarten, dass neue Unternehmensanwendungen Big-Data-Analytik mit geschäftskritischen Anwendungsdaten, etwa aus CRM- und ERP-Anwendungen, kombinieren und so auf den mobilen Endgeräten völlig neue Informationen verfügbar werden. Darüber hinaus werden vernetzte Devices in der Lage sein, neue Echtzeitdaten an Geschäftsprozesse zu übermitteln und damit einen ganzheitlicheren Blick auf das Geschäft ermöglichen.

Inhalt dieses Artikels

 

hirnwuehler

Wie die Mitarbeiter arbeiten wollen das weiß man. Trotzdem tun sich Unternehmen schwer hier die richtigen Ansätze zu finden. Bei den oberen Level im Management ist egal (die bekommen eh' alles was die wollen - die IT Teccis sollen das dann regeln). Weiter darunter ist es schwer nach welchem Modell hier vorgegangen werden soll. BYOD, COPE etc. sind Modelle die einer Verwaltungslösung bedürfen die auch die Sicherheitsaspekte abdeckt. Durch die Vielzahl an 'vermeintlichen' Lösungen ist es hier schwer die richtige Entscheidung zu treffen. Eine strikte Trennung von privaten und geschäftlichen ist eigentlich ein Muss.
Diesen Ansatz dem Management mitzuteilen heißt das diese den Ansatz auch vorleben müssen und keine Spezialbehandlung für sich beanspruchen (siehe Orwell's Animal Farm)!

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