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Auf und ab für Psion

30.01.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Was möchten Sie zuerst lesen - die gute oder die schlechte Nachricht? Beginnen wir mit der schlechten: Motorola steigt aus dem gemeinsamen Wireless-Entwicklungsprojekt mit dem Handheld-Anbieter Psion (Computerwoche online berichtete) aus und überlässt die Briten einem zunächst ungewissen Schicksal. Allerdings will Motorola Psion und Symbian auch weiterhin unterstützen und - wohl nicht vor 2002 - ein Handy mit Epoc-Betriebssystem produzieren. Psion muss sich nun nach einem neuen Partner für sein Projekt eines Handhelds mit drahtlosem GPRS-Netzzugang umsehen. CEO (Chief Executive Officer) David Levin gab sich aber zuversichtlich, im Laufe der kommenden fünf bis sechs

Wochen eine Lösung gefunden zu haben. Dennoch bedeutet Motorolas Ausstieg zumindest einen zeitlichen Rückschlag. "2001 wird das wohl nichts mehr", räumt Levin ein.

Erfreuliches gab es aber auch zu vermelden: Der amerikanische Online-Riese AOL und Psions US-Lizenznehmer Sonicblue haben eine mehrjährige strategische Partnerschaft vereinbart. Sonicblue, das Psions "Revo" als "Diamond Mako" verkauft, wird AOLs E-Mail- und Instant-Messaging-Software auf seinen Handhelds offerieren; im Gegenzug macht AOL Werbung für die Sonicblue-Hardware.